Cho Oyu '09 EXPEDITIONSTAGEBUCH
Tristach: Sonntag, 07. Juni 2009
Expeditionsteam Cho Oyu 2009 zu Hause gelandet
Unser Ziel, den Gipfel des Cho Oyu zu besteigen, haben wir leider nicht erreicht.
Ich denke, wenn man bei starkem Sturm und Schneefall in so großer Höhe der Natur den Vortritt lassen muss, hat man nicht verloren.
Eine echt intensive Zeit mit echt intensiven Eindrücken liegt hinter mir und ich bin einfach dankbar, dass ich dieses gewaltige Erlebnis mit so aufrichtigen und wahren Freunden erleben durfte.
Auf das Wesentliche reduziert kann man das wirklich Wichtige eindeutig erkennen und verzettelt sich nicht an der Oberfläche.
Wie viel Kraft und Zuversicht ich durch die kurzen Telefonate mit meiner Sabine die mir immer wieder von den so aufmunternden und oft sehr energiespendenden Postings erzählt hat, kann sich jemand nur vorstellen, der selber ein mal im eisigen Sturm auf über 7.000m in seinem Zelt eine Nacht durchgezittert hat.
Einen ganz großen Dank unseren Freunden, die zu Hause an den Computern mit uns mitgefiebert haben und so viele gute Gedanken zu uns geschickt haben.
Was mir mein Team am Cho Oyu, im Besonderen mein „Mikroteam“ Andi Scharnagl und Thomas Nothdurfter gegeben hat, ist mit Worten nicht zu beschreiben! DANKE tausendmal!
Mit wie viel Liebe und Einfühlung meine Frau Sabine das Expeditionstagebuch geschrieben hat um unsere Leser mit möglichst genauen und aktuellen Informationen zu versorgen, wurde mir klar, als ich die Details gelesen habe, die wir teils nicht einmal vor Ort realisiert haben. Tausend Bussi meinem Bodenpersonal!
Vielen herzlichen Dank unseren Sponsoren, die es als interessante Möglichkeit sehen, so ein ausergewöhnliches Projekt zu unterstützen!
Andy Holzer
Kathmandu: Dienstag, 02. Juni 2009
Expedition Cho Oyu 2009 wieder in Kathmandu 1.305m
Hallo ich melde mich heute mit ganz aktuellen Neuigkeiten aus Kathmandu von unserem Expeditionsteam!
Über eine kurzes Telefonat von Andy aus Kathmandu bekam ich folgende Infos:
Vorgestern, Sonntag den 31. Mai, sind wir in einem 7-stündigen Marsch vom Tichy-Lager auf 5.700m ins Mittelcamp auf 5.300m und dann noch weiter ins Motoecamp auf 4.800m gekommen.
Bei sehr starkem Schneefall war dies für Mensch und Tier (Yaks) ein sehr schwieriges und kraftraubenders Unternehmen - wir waren froh überhaupt noch aus dem Basislager heraus gekommen zu sein!
Wir haben dann das Expeditionsgepäck und unsere Tonnen auf LKW`s verladen und sind dann noch weiter nach Zangmu 2.300m auf die Grenze - war wieder ein "Höllenritt"! Dort sind wir erst spät in der Nacht angekommen und haben übernachtet.

Fahrt in LKW`s nach Kathmandu
Gestern, Montag den 01.Juni, sind wir dann gleich weiter nach Kathmandu auf 1.305, wo schon wieder Unruhen herrschten, es gab wieder Streiks auf der Straße, wie auch Straßensperren, so dass wir wieder 5 Stunden standen und warten mußten.
Wir kamen dann erst wieder spät am Abend im Hotel an, freuten uns über eine Dusche und ein gutes Abendessen.

Kathmandu
Heute, Dienstag den 02. Juni, sind wir in Kathmandu zum Einkaufen unterwegs und zu Mittrag haben wir noch ein gemeinsames Abschlußessen mit unseren Sherpa und dem gesamten Team in der "Fire and Ice"-Bar.
Dann beginnt
das Packen für die Heimreise !
Wir alle sind froh gesund und wohl auf jetzt hier in Kathmandu zu sein und freuen uns auch schon auf die Heimreise.
Liebe Grüße und ich bin mir sicher, dass ihr manchmal einen schönen Gedanken für unser Team übrig gehabt habt und danke für das Daumenhalten, denn uns geht es gut und wir freuen uns auf die Heimat.
Grüße vom ganzen Team an alle!
CHO OYU `09 - 8.201m
CLIMB HIGH - CLIMB BLIND
TEAM ANDY HOLZER

Team Cho Oyu 2009:Wolfgang, Thomas, Gisi,Gerhard,Andi Sch., Lore und Andy H.
Hier findet ihr noch ein originales Telefonat aus dem Basislager, wo Andy über seine Expedition berichten (in Englisch)
auf http://cursedmountain.deepsilver.com
Namaste und Tashi Delek eure Sabine
Tichy-Lager, Basislager: Samstag, 30. Mai 2009
Expedition Cho Oyu 2009 im Tichy-Lager 5.700m Expedition hat heute Packtag
Hallo schon wieder kurze, aktuellen Neuigkeiten aus dem Basislager 5.700m von unserem Expeditionsteam!
Wieder über Satellitentelefon bekam ich folgenden Bericht von Andy:
Gestern, Freitag den 29. Mai, haben die 3 Höhensherpa unser letztes Material von den Hochlagern heruntergebracht.
4 Hochlagerzelte hat der Wind komplett zerstört, sie sind nicht mehr zu gebrauchen.
Wahnsinn was diese Männer leisten, denn ein Sherpa wiegt selbst ca. 50 kg und trägt fast das gleiche Gewicht am Rücken vom Berg herunter bzw. hinauf.
Im Basislager war des Wetter die letzten 2 Tage halbwegs, aber am Berg selbst herrschen immer noch gewaltige Stürme.
Der ganze Berg ist abgeräumt, d.h. keine Expeditionen mehr unterwegs, außer einer Holländischen, aber die sind erst gekommen.
Heute, Samstag den 30. Mai, sollen die Yaks kommen und deshalb haben wir jetzt Packtag!
Unser Material wird wieder in die Tonnen verpackt.

Yaks bei der Arbeit
Morgen, Sonntag den 31. Mai, werdern wir in der Früh hinaus maschieren, die 2-Tagesmärsche versuchen in einem Tag zu machen, ins Mittelcamp und dann weiter ins Motorcamp auf 4.800m.
Wir, das Expeditionsteam, sind jetz schon 3 Wochen auf mindestens 5.700m - die physiologische Grenze des Menschen ist eigentlich auf 5.300m, wo sich der Körper noch erholt!
Wir merken jetzt, dass wir alle Tage schwächer werden, es wir alles anstrengender, jeden Tag wird mehr Energie verbraucht, allein schon durch das Liegen.
Es ist keine Kraft mehr da - obwohl wir sehr gut essen und auch gut schlafen, da wir gut angepaßt sind (akklimatisiert).
Trotzdem wird es für die Leistung jetzt nach 3 Wochen Zeit, dass wir von dieser Höhe herunter kommen - möchte nicht wissen wie dick unser Blut jetzt schon ist!
Es geht uns allen sehr gut - freuen uns auf morgen - liebe Grüße in die Heimat
Auch ich freu mich schon darauf, dass unser Team bald wieder zurück in die Heimat kommt
Alles Liebe euer Bodenpersonal Sabine
Tichy-Lager, Basislager: Donnerstag, 28. Mai 2009
Expedition Cho Oyu 2009 im Tichy-Lager 5.700m Expedition hat Material geborgen
Hallo schon wieder aktuellen Neuigkeiten aus dem Basislager 5.700m von unserem Expeditionsteam!
Wieder über Satellitentelefon bekam ich folgenden Bericht von Andy:
Es hat jetzt über 48 Stunden durchgehend geschneit - mittlerweile schaut es im Basislager wie in Alaska aus, wir haben rund um die Zelte meterhohe Schneewände und dazwischen haben wir Wege frei geschaufelt, damit wir uns überhaupt bewegen können!
Gesten, Mittwoch 27. Mai, hat der Schneefall aufgehört, erster Tag wo es halbwegs schön war.
Thomas ist dann alleine auf Lager I auf 6.400m aufgestiegen - eine Wahnsinnsleistung - ohne Rucksack, um zu schauen, was noch an Material übrig geblieben ist.
Auf Lager I sind 3 Zelte haben komplett "Totalschaden", ein Zelt liegt überhaupt 80 m tiefer am Gletscher, es wurde einfach weggeblasen (war Schlafzelt von Andi Sch. und mir).
Das übrige Material, wie Rucksäcke, Schlafsäcke, Expeditionsschuhe, Steigeisen, Pickel, alles was man halt so gebraucht hat, lag unter einem halben Meter Schnee.
Thomas hat alles ausgegraben und geborgen und im Materialzelt, welches noch halbwegs in Ordnung war, verstaut.
Das heißt, dass unsere private Ausrüstung geborgen werden konnte.
Der Wind hat dort oben richtig gewütet!
Die anderen Expeditionen sind gestern im Basislager total fertig und übermüdet angekommen. Einige davon sind mit Sauerstoff auf 8.000m gekommen, aber ob noch jemand den Gipfel erreichen konnte, ist unklar!
Sie haben voll riskiert - aber es hat sich für uns noch einmal gezeigt, dass es einfach nicht gegangen wäre!
Die Zelte hat es alle zerrissen - wir haben auch Fotos davon gemacht.
Thomas hat seine Ausrüstung gestern mitgebracht.
Heute, Donnerstag 28. Mai, ist Andi und Gerhard aufs Lager I gegangen und haben ihre Ausrüstung herunter gebracht.
Andi hat noch meine Ausrüstung geordnet und alles in meinen Berghaus-Rucksack verstaut und fertig zusammen gepackt auf Lager I gelassen.
Die Sherpa sind heute sogar noch bis auf Lager III auf 7.600m gegangen, um noch Material, wie z.B. die Notfall-Sauerstoffflasche (ist sehr teuer) zu bergen.
Sie wollen Lager II und Lager III noch abräumen - eine verrückte Leistung!
Sie kommen morgen ins Basislager zurück und bringen dann auch meinen Rucksack mit herunter - wir sind mit ihnen über Funk in Verbindung.
Also haben wir morgen unser komplettes Material im Basecamp, denn es soll schon wieder Schnee kommen.
Tirtha Tamang ist heute persönlich hinaus ins Motorcamp gelaufen, um unsere Yaks zu bestellen und ist vor 10 Minuten im Finsteren wieder im Basislager angekommen!
Unsere Yaks kommen jetzt am 30. Mai und so werden wir am Sonntag, den 31. Mai mit der ganzen Expedition hinaus maschieren nach Tingri, wahrscheinlich dort übernachten, und wenn alles planmäßig verläuft am 1. Juni wieder in Kathmandu sein.
Wir haben immer noch super Stimmung im Team - alles ist perfekt!
Jetzt kommen wir ja bald nach Hause!
Für heute Namaste und Tashi Delek eure Sabine

Gebetsfahnen im Wind
Tichy-Lager, Basislager: Dienstag, 26. Mai 2009
Expedition Cho Oyu 2009 im Tichy-Lager 5.700m Expedition abgebrochen
Hallo schon wieder aktuellen Neuigkeiten aus dem Basislager 5.700m von unserem Expeditionsteam!
Wieder über Satellitentelefon bekam ich folgenden Bericht von Andy:
Es spitzt sich die Situation hier im Basislager noch einmal zu, denn über Nacht ist über 1/2 Meter Neuschnee gefallen.
Es ist alles zu, keiner kann sich bewegen und so müssen wir das Camp ausschaufeln!
Recht depremierend, wenn man überhaupt nicht wegkommt und es die ganze Zeit weiterschneit.
Keine Sicht - rund herum hört man die Lawinen donnern!
Am Berg selbst sind immer noch vereinzelt Bergsteiger unterwegs - die kämpfen um noch irgendwie herunter zu kommen.
Es zeigt sich immer mehr, welches Glück wir hatten, dass wir rechtzeitig zurück ins Basislager abgestiegen sind!
Wir haben zwar noch Material bis ins Lager III auf 7.600m am Berg, wie Zelte,...
Von unserer persönlichen Ausrüstung (wie Expeditionsschuhe, Steigeisen, Pickel, Schlafsäcke,...) haben wir das Meiste in Lager I auf 6.400m - hoffen aber, dass wir das wenigstens noch herunter bekommen, denn bis auf Lager I müßte man noch eventuell kommen.
Aber wir werden nichts riskieren - Material läßt sich ersetzen, aber ein Menschenleben nicht!!!
Das Problem ist jetzt, wenn wir die Yaks bestellen wollen, geht das ja nicht telefonisch.
Es muß ein Läufer (Sherpa) hinaus bis ins Motorcamp und das sind hin und retour 2 Tagesmärsche.
Jetzt haben wir aber über 1/2 Meter Neuschnee - fast undenkbar jetzt jemanden zu schicken.
Falls es aber trotzdem geht, dann würde er heute hinaus gehen, morgen dann zurückkommen und uns berichten wann die Yaks kommen - es ist hier wie im Mittelalter!!!
So ist heute der Stand - aber abgeschlossen ist die ganze Expedition erst, wenn wir in Kathmandu sind und das ist noch ein bißchen ein Weg!
Jetzt konnte ich euch wieder etwas Neues von unserem Team berichten und es zeigt sich immer mehr, wie richtig ihre Entscheidung war die Expedition abzubrechen.
Wie schon so oft gesagt - der Berg steht noch länger, aber ...
Ich melde mich wieder sobald ich weiß, wann sie aus dem Tichy-Lager hinaus kommen.
Zum Abschluss möchte ich euch noch etwas vom Cho Oyu erzählen, damit man sich besser hinein versetzen kann in das ganze Unternehmen.

Cho Oyu 8.201m
Cho Oyu 8.201m oder Qowowuyag auch Göttin des Türkis genannt; Tibetisch: jo-bo-dbu-yag; chin.Zhuó'àoyou Shān ist ein Achttausender im Himalaya.
Er liegt im zentralen Himalaya nur 20 km westlich von Mount Everest und Lhotse und stellt den westlichen Eckpfeiler des Khumbu Himal im Himalaya-Hauptkamm dar.
Die Grenze zwischen China und Nepal verläuft über den Gipfel des Cho Oyu.
Der Cho Oyu ist erst dank einer neuerlichen Vermessung 1984 als sechsthöchster der vierzehn Achttausender erkannt worden.
Bis dahin hatte er mit einer vermeintlichen Höhe von 8153 m hinter Dhaulagiri (8167 m) und Manaslu (8156 m) den achten Platz eingenommen. Nach der Vermessung 1984 wurde seine Höhe auf 8201 Meter festgelegt.
Die Erstbesteigung war am 19. Oktober 1954 durch Herbert Tichy, Josef Jöchler und Pasang Dawa Lama.
Namaste und Tashi Delek eure Sabine
Tichy-Lager, Basislager: Montag, 25. Mai 2009
Expedition Cho Oyu 2009 im Tichy-Lager 5.700m bricht Expedition ab
Hallo schon wieder aktuellen Neuigkeiten aus dem Basislager 5.700m von unserem Expeditionsteam!
Wieder über Satellitentelefon bekam ich folgenden Bericht von Andy:
Seit wir von 7.200m, Lager II, herunter gekommen sind, ist der Sturm immer stärker geworden!
Hier im Basislager hat es gestern Nacht auch noch volle zu schneien begonnen, die ganze Nacht durch und auch heute den ganzen Tag nur Schneefall!
Wir haben gerade wieder den militärischen Wetterbericht bekommen, der Morgen Schneefall, Mittwoch und Donnerstag etwas Wetterbesserung aber starker Wind und Freitag kommt das nächste Tief herein, vorhersagt.
So haben wir jetzt gemeinsam beschlossen die Expedition abzubrechen, da es mit diesen Vorhersagungen keinen Sinn mehr hat!
Nach uns haben wir noch mit dem Fernglas eine Gruppe von 3 - 4 Personen knapp unter 8.000m beobachtet, die aber in einen wahnsinnigen Sturm gekommen sein müssen - bis jetzt sind sie noch nicht abgestiegen, keine Ahnung was mit ihnen los ist.
Wir haben sicher die einzig richtige Entscheidung getroffen - es geht beinhart zu am Berg !!!
Was soll man machen, wir waren doch über 7.000m oben, aber es ist heuer halt nicht gegangen.
Wir haben jetzt abgebrochen und die aks bestellt um die ganzen Expeditionstonnen und das Basecamp wieder abzutransportieren.
Das dauert 5 Tage - morgen muß ein Läufer hinaus ins Motorcamp laufen (das dauert auch 2 Tage)und melden, dass wir die Yaks brauchen.
So müssen wir jetzt noch 4 - 5 Tage hier im Tichy-Lager warten, bis wir hinaus kommen.
Laut Tirtha Tamang werden wir frühestens am 31. Mai in Kathmandu sein, vorher werden wir noch einmal in Tingri übernachten, dann über die Grenze,...
Vielleicht können wir den Heimflug vorverlegen - muß aber erst geklärt werden ...
So sieht es jetzt aus - Gipfel des Cho Oyu 8.201m war uns leider nicht bestimmt!
Grüße vom ganzen Team an alle!
CHO OYU `09 - 8.201m
CLIMB HIGH - CLIMB BLIND
TEAM ANDY HOLZER
Mit diesen, leider nicht so erfreulichen Informationen, verabschiede auch ich mich für heute und bedanke mich bei allen Daumenhaltern, dass ihr unser Team, welches jetzt ein bißchen enttäuscht, aber dafür gesund, so treu begleitet habt.
Sabine, euer Bodenpersonal

Cho Oyu 8.201m vom Basecamp aus
Tichy-Lager, Basislager: Samstag, 23. Mai 2009
Expedition Cho Oyu 2009 erholt sich im Tichy-Lager 5.700m
Hallo heute melde ich mich ohne aktuellen Neuigkeiten von unseren Bergsteigern.
Sie werden wahrscheinlich im Basislager versuchen sich von den letzten Strapazen am Berg zu erholen und neue Kräfte sammeln.
Wie ich unser Team kenne, werden sie nächste Woche sicher noch einmal einen Versuch starten, um doch noch auf den Gipfel des Cho Oyu 8.201m zu kommen.
Die Wettergötter müssen ja einmal mitspielen, damit sie hinauf kommen können.
Nachdem ich leider keine aktuellen Infos bekommen habe, möchte ich euch heute ein paar Hintergrundinformationen liefern.
Wie ihr ja aus Andy`s Berichten heraus hören konntet, spielen die Sherpa bei diesem Unternehmen eine sehr bedeutende und für die Expeditionsteilnehmer wichtighe Rolle.
Ohne sie wäre alles noch viel unbequemer und auch schwieriger.
Es stellen sich da auch Fragen, was ist ein Sherpa, wo kommensie her, wie schaffen sie das Leben in dieser Höhe,...
Deshalb habe ich mich ein bißchen schlau gemacht und möchte versuchen euch wenigstens ein paar Antworten zu liefern.
Die Bezeichnung Sherpa stammt aus dem Tibetischen: shar bedeutet "Osten", die Nachsilbe pa bedeutet "Volk"bzw. "Menschen".Die meisten Sherpa leben in den östlichen Regionen Nepals, in Solu und Khumbu.
Die Sherpa (Scherpa) sind ein Volk des Himalaya, das während der vergangenen 500 Jahre - vermutlich aus der chinesischen Provinz Sichuan kommend - in den Zentral- und Süd-Himalaya eingewandert ist.
Heute gibt es knapp 180.000 Sherpa.
Seit britische Extremsportler, Entdecker und Abenteurer in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts Männer aus dem Volk der Sherpa als Träger und Führer im Himalaya angeheuert haben, wird der Name Sherpa häufig synonym für Träger im Hochgebirge gebraucht, teils ohne Kenntnis der ursprünglichen Bedeutung. Der wohl bekannteste Sherpa ist Tenzing Norgay (1914-1986), dem als gleichberechtigtem Gefährten 1953 mit Edmund Hillary die Erstbesteigung des Mount Everest gelang.
Hier noch eine von wahrscheinlich mehreren Erklärungen zur Höhenanpassung von Sherpas.
In Summe können sie besser Sauerstoff über die Lunge aufnehmen , über das Blut ans Gewebe in höherer Konzentration abgeben ( mit einem speziellen Enzymsystem ).

Ein alter Tibeter
So werde ich mich für heute wieder von euch verabschieden und melde mich...
Namaste und Tashi Delek eure Sabine
Tichy-Lager, Basislager: Freitag, 22. Mai 2009
Expedition Cho Oyu 2009 wieder im Tichy-Lager 5.700m durch Sturmfront
Hallo schon wieder aktuellen Neuigkeiten aus dem Basislager 5.700m von unserem Expeditionsteam!
Wieder über Satellitentelefon bekam ich folgenden Bericht von Andy:
Wir, Andi Sch. Thomas, 2 Sherpa und ich (Andy), haben die Nacht auf Lager II auf 7.200m verbracht - schlecht geschlafen, es war unbequem und kalt.
Um 4 Uhr früh wurde es dann ganz extrem -
ein Sturmfront ist hereingezogen.
Wir haben dann gewartet bis es hell geworden ist - der Sturm wurde immer stärker.
Der militärische Wetterbericht von Lore, nachdem am 22. Mai eine Front hereinzieht und der ganze Berg verlassen werden muß, ist leider Gottes eingetroffen!
Bei uns im Lager II extremer Sturm und im Gipfelbereich sind Fontänen in die Höhe gestanden - einfach spektakulär!
Wir mußten unser Zelt festhalten um nicht damit davon zu fliegen - Sturmspitzen bis weit über 100 kmh.
Um 8 Uhr haben wir dann Funkkontakt aufgenommen:
Wolfgang auf Lager III wollte Gipfel machen, ist um 5 Uhr in der Früh gestartet, kam aber nur 1/2 Stunde weiter und mußte dann auch sofort umdrehen - keine Chance weiter zu Kommen !
Wolfgang ist bis auf 7.700m gekommen - eine super Leistung, wenn man bedenkt, welche extremen Bedingungen am Berg herrschen!!!
Wolfgang kam dann irgendwann bei uns auf Lager II daher - komplett im Sturm und es war kaum eine Verständigung untereinander möglich.
Wir haben dann fluchtartig alles zusammen gepackt, es war beinhart weil einfach alles so extrem war und haben den Abstieg angetreten.
Bei 100 kmh Wind die 2 steilen Eisbrüche abgeseilt - da hat es dich manchmal 2 Meter versetzt, wenn der Sturm hineingefahren ist und auch die Verständigung untereinander war kaum möglich!
Wir sind dann nach ca. 4 Stunden alle wohlbehalten auf Lager I angekommen und dann noch ins Basislager abgestiegen.
Wir sind jetzt 1.500 m von 7.200m auf 5.700m bei schlimmsten Bedingungen abgestiegen.
Es geht uns allen jetzt recht gut, bis auf das, dass wir halt nicht "ganz oben" waren!
Jetzt sind wir wieder im Tichy-Lager auf 5.700m und fühlen uns wie zu Hause.
Wir haben jetz 3 Nächte auf 6.400m und 1 Nacht auf 7.200m verbracht, was sehr gut für die Akklimatisierung war.
Wir brauchen jetzt aber 2 - 3 Ruhetage und werden dann vielleicht Dienstag oder Mittwoch noch einmal starten!
Übrigens wurden wir von Gisi und Gerhard 1/2 Stunde vor dem Basislager mit Cola, Tee und Speck empfangen - war volle geil!!!
Sie haben sich auch Sorgen um uns gemacht - wir waren zwar immer über Funk in Kontakt - aber sie wußten nicht, in welcher Verfassung wir wirklich sind!
"Aber es ist halt ein harter Kampf !" (Andy aus vollem Herzen)
Leider konnte ich euch heute nichts Erfreulicheres berichten - aber sind wir froh, dass unser Team gesund und wohlauf im Basislager gelandet ist!
Ich möchte auch noch einmal Wolfgang gratulieren, dass er bis auf 7.700m, bei diesen schwierigen Verhältnissen am Berg, gekommen ist!!!

Wolfgang beim Grußkarten schreiben
Ich kann nur sagen "Jeder ein Sieger über sich selbst!"
Bis bald und mögen die Wettergötter endlich gnädig sein
euer Bodenpersonal Sabine
Lager II : Donnerstag, 21. Mai 2009
Expedition Cho Oyu 2009 auf Lager II, 7.200m erreicht
Hallo auch heute melde ich mich wieder mit erfreulichen Neuigkeiten aus dem Lager II 7.200m von unserem Expeditionsteam!
Wieder über Satellitentelefon bekam ich folgenden Bericht von Andy:
Wir, Andi Sch. Thomas, 2 Sherpa und ich (Andy),sind heute, Donnerstag 21. Mai, um ca. 9 Uhr von Lager I auf 6.400m mit schweren Rucksäcken aufgebrochen.
Über 8 Stunden brutaler Kampf - härtester Tag überhaupt bis jetzt !!!

Aufstieg vom Lager I ins Lager II
Mit Steigeisen und Pickel hatten wir 2 Eisbrüche zu überklettern, wovon der erste ca 120 Hm und der zweit 200 Hm mit bis zu 70 Grad Steilheit hatten.
Es war extrem anstrengend auf einer Höhe von 6.800m - 7.000m - einfach brutal!
Alle drei schauten wir gleich "blöd drein"!

Anstieg ins Lager II
Um ca. 17 Uhr sind wir endlich auf Lager II auf 7.200m angekommen.
Es sind auch noch andere Expeditionen hier, wir sind so ca. 15 Personen im Lager, welches auf einem wunderschönen Plateau liegt.
Wir sind alle gleich fertig!
Ja, aber wir sind trotzdem zuversichtlich.

Lager II auf 7.200m
Wir liegen jetzt alle drei in einem Zelt und haben Suppen und Kartoffelbrei gegessen.
Das Wetter ist perfekt, ein bißchen ein Lüftchen geht - aber kein Problem.
Momentan können wir uns es noch nicht recht vorstellen, dass wir morgen weitergehen.
Morgen, Freitag 22. Mai, wäre Lager III noch 400 m höher auf 7.600m geplant. Wir würden ca. 4 - 5 Stunden brauchen.
Man geht so 10 - 12 Schritte, dann steht man wieder, so als wäre man nach einem längeren Krankenhausaufenthalt frisch entlassen - komplett zach!
Aber es geht wirklich jedem gleich, ist ganz interessant, wir haben noch keinen gesehen bei uns vorbeilaufen.
Außer die Sherpa - die müssen aber einen anderen Stoffwechsel als wir haben - das gibt es sonst ja nicht!
Wir haben bei ihnen auch die Sauerstoffsättigung gemessen und sie haben komplett die gleichen Werte wir wir - kaum zu verstehen!
Wolfgang ist schon im Lager III auf 7.600m, auch sehr erschöpft, und er möchte morgen um 4 Uhr früh auf den Gipfel des Cho Oyu 8.201m starten.
Gisi, Lore und Gerhard befinden sich noch im Basislager auf 5.700m.
Die meisten Bergsteiger versuchen den Gipfel ab Lager II mit Sauerstoff zu erreichen.
Wir sind einige von den wenigen, die versuchen werden ohne Sauerstoff auf den Cho Oyu zu kommen.
Man kann nicht mehr von leichter Besteigung sprechen, wenn man
70 Grad steile, 200 m hohe Eisschläuche durchklettern muß - das hat sich jetzt alles durch die neue Routenlegung so ergeben!
Es ist durch die neue Routenlegung, die notwendig geworden ist auf Grund der Abschmelzung des Gletschers, Steinschlag und Blankeis, eine komplett neue Route entstanden.
Lager I auf 6.400m früher auf 6.200m
Lager II auf 7.200m (extrem hoch) früher auf 6.800m (400m tiefer u. weiter rechts)
Lager III auf 7.600m früher 7.350m
Es hat sich alles nach oben verlagert - was die Sache nicht einfacher macht!
Bis auf die Gipfeletappe - aber das ist eine andere Geschichte!
So meine Lieben, das waren für heute die Neuigkeiten von unseren Gipfelstürmern - so können wir sie jetzt ja schon langsam nennen !
Nachdem sie sich jetzt in der "heißen Phase" befinden, werde ich sicher schon morgen wieder etwas Neues zu berichten haben!
Bitte um Extradaumenhalten für Wolfgang - möge ihm die "Göttin in Türkis" morgen gnädig sein und ihm der Gipfelsieg gelingen!
Auch Andi Sch., Thomas und Andy wünsche ich die notwendige Energie für den Aufstieg ins Lager III und dass die Wettergötter noch ein paar Tage gnädig sind.
Lager II 7.200m - möge ihnen auch die Sonne scheinen
Namaste und Tashi Delek eure Sabine
Lager I : Mittwoch, 20. Mai 2009
Expedition Cho Oyu 2009 auf Lager I, 6.400m angekommen
Hallo auch heute melde ich mich wieder mit erfreulichen Neuigkeiten aus dem Lager I 6.400m von unserem Expeditionsteam!
Wieder über Satellitentelefon bekam ich folgenden Bericht von Andy:
Wir haben gestern, Dienstag 19. Mai, spät am Abend über Funk von Wolfgang, der schon auf Lager II 6.800m ist, erfahren, dass Tirtha Tamang mit einer anderen Expedition die Fixseile oben auf 7.800m - 7.900m anbringt - so könnte es bis 23. Mai wirklich fertig sein.
Wir sind dann gestern noch zusammengesessen und haben genau besprochen, wie es nun weitergehen soll.
Also haben wir, Andi Sch., Thomas und ich (Andy), dann heute früh, Mittwoch 20.Mai, zusammen gepackt und sind dann zu Mittag vom Basislager 5.700m ins Lager I 6.400m gestartet.

Andi Sch., Andy und Thomas vor dem Start zur Expedition Cho Oyu 2009
Der Weg bis zum Killerhang war nicht so angenehm, denn es ging 3 Stunden über einen Gletscher und Blockgelände herein, wobei man fast keine Höhenmeter macht.
Vorm Killerhang auf ca. 6.000m haben wir dann eine Pause gemacht
und sind dann die 400 Hm hinauf, sehr steil, super weitergekommen.
Hier auf Lager I angekommen, fühlen wir uns heute viel besser, als bei der Akklimatisierung - haben viel getrunken und sitzen gemütlich im Zelt!
Etwas sehr Interessantes hat sich jetzt aufgeklärt: es war wirklich gestern der erste Gipfelsieg im heurigen Jahr am Cho Oyu 8.201m. Eine Rumänin ist gestern allein (ihr Partner musste aufgeben) mit ihrem Sherpa um 2 Uhr in der Früh vom Lager III 7.350m gestartet und war um 8 Uhr 30 am Gipfel (sie ist mit Sauerstoff aufgestiegen).
Sie ist uns, bevor wir auf Lager I ankamen, entgegen gekommen und ist mir gleich um den Hals gefallen, weil sie von Wolfgang auf Lager II erfahren hat, dass da der blinde Andy herauf kommt.
War ein tolles Erlebnis für uns und hat uns viel Energie gegeben.
Dann hat sie uns erzählt, dass der Aufstieg nicht so scghlimm nur der Abstieg auf Lager III ihr alles abverlangte, da sie nicht so gut mit Steigeisen gehen kann.
Sie hat auch gesagt, dass die Fixseile noch nicht montiert waren, aber der Sherpa hat sie immer wieder an schwierigen Stellen am Seil hinunter gesichert.
Sie hat für den Aufstieg von Lager I auf Lager II 10 Stunden gebraucht, Wolfgang hat heute 7 1/2 Stunden gebraucht auf Lager II und wir rechnen morgen mit 8 Stunden Aufstiegszeit auf Lager II 6.800m.
Gerhard hat mir dann über Funk vom Basecamp, ist dort mit Gisi und Lore, eine Hiobsbotschaft übermittelt.
Es soll laut militärischem Wetterbericht für 22. Mai eine extreme Front gemeldet sein - alle sollen vom Berg herunter !!!

Lager I auf 6.400m mit Blick hinunter Richtung Basislager
Jetzt sind wir hier in unseren Zelten gesessen und haben gewußt - eigentlich brauchen wir gar nicht mehr weiter gehen.
Ich habe dann wieder Karl Gabl angerufen, der war so was von nett und bemüht, er hat sofort wieder dementiert, es soll am 23: Mai, unser Gipfeltag, besser sein als es gestern ausgesehen hat, nur 40 kmh Wind und -20 Grad auf 8.500m - aber soweit geh ma ja eh nit aufi!
Er hat verschieden Modelle hergenommen und wir können ihn auch morgen in seiner Freizeit anrufen um wieder einen aktuellen Bericht zu bekommen.
Einen großen Dank an Charly!!!
Wir sind voll motiviert und zu unserer großen Überraschung ist jetzt auch noch Tirtha Tamang mit einem zweiten Sherpa vom Lager II abgestiegen um uns morgen wieder zu begleiten und noch Material hinauf zu tragen.
Sie gehen jetzt schon zum 3x von Lager I auf Lager II - wahnsinnig was die leisten!
Jetzt sitzen wir hier auf Lager I, der Andi Sch. und ich, neben uns Thomas und die zwei Sherpa rechts von uns, in unseren Zelten und freuen uns auf morgen.
Morgen, Donnerstag 21. Mai, werden wir um ca. 8 bzw. 8 Uhr 30 starten auf Lager II - wir sind voller Zuversicht!
Momentan ist eine Stimmung draussen, so etwas von sensationell, denn auf 6.200m ist die Obergrenze von einem riesigen Gewitter, das über den Pass Richtung Nepal reicht.
Es ist wie in der Disko - alle 5 Sekunden ein gewaltiger Blitz und über uns (wir sind ja auf 6.400m) der schwarze Himmel mit den unzähligen Sternen...

Abendstimmung am Berg
Ich wünsche unserem Team und auch allen Mitfieberern eine erholsame Nacht und möge ihnen der Gipfelsturm gelingen
Daumen halten nicht vergessen Sabine
Tichy-Lager, Basislager: Dienstag, 19. Mai 2009
Expedition Cho Oyu 2009 immer noch im Tichy-Lager 5.700m
Hallo auch heute melde ich mich wieder mit aktuellen Neuigkeiten aus dem Basislager 5.700m von unserem Expeditionsteam!
Wieder über Satellitentelefon bekam ich folgenden Bericht von Andy:
Wir sind immer noch im Basislager.
Gestern, Montag 18. Mai, haben wir mit unserm Meteorologen Dr. Karl Gabl aus Innsbruck telefoniert um einen aktuellen Wetterbericht zu bekommen.Er sagte uns für 23. Mai (wäre Gipfeltag, wenn wir am Mittwoch los gingen) 25 kmh Wind und -20 Grad voraus - was ja ganz perfekt wäre!
Heute, Dienstag 19. Mai, haben wir wie besprochen, noch einmal mit ihm telefoniert und jetzt schaut die Sache wieder ganz anders aus:
Die extremen Stürme von Pakistan her sollen wieder kommen, dann wären am 23. Mai so um die 50 - 55 kmh Wind und stärker werdend bis Ende Mai - also ziemlich aussichtslos!
Dann gibt es jetzt noch ein Problem mit den technischen Voraussetzungen:
Da die Route seit kurzer Zeit im oberen Bereich geändert wurden durch die enorme Gletscherabschmelzung - Berg hat sich verändert, da viel weniger Schnee ist!
So ist die Originalroute jetzt ab Lager III von 7.350m aufwärts total verlegt worden.
Sie geht jetzt weiter rechts und ist viel, viel steiler, blankes Eis und sogar Steinschlag gefährdet.
Ohne Fixseile ist das eine ziemliche "Harakiri-Aktion" im Bereich von 7.800m - 7.900m, also knapp unter 8.000. Es ist jetzt so eine Rinne zu durchsteigen
- also gar nicht so ungefährlich!
Eigentlich geht es da mehr um den Abstieg - wo man schon "sehr gar" (müde und teilweise erschöpft) ist !
Es sind jetzt schon 10 oder 11 Expeditionen da gewesen, wovon jetzt 8 schon beim Abbrechen sind.
Die Spanier sind heute total erschöpft ins Basecamp zurück gekommen, nachdem gestern der starke Sturm oben am Berg war - sie waren nur bis Laber II bzw. Lager III gekommen.
Auch die internationale Truppe ist ohne Chance auf einen Gipfelsieg zurück gekommen.
So sind sie jetzt alle mehr oder weniger beim Abbrechen.
Unbestätigten Meldungen nach, sollen heute die Ersten am Gipfel des Cho Oyu 8.201m gewesen sein - 2 Rumänen, die sich da einfach über das schwierige Gelände gearbeitet haben - das werden wir aber erst morgen genauer erfahren.
Sie wären heuer die ersten, die es geschafft hätten!
Der Cho Oyu ist heuer wesentlich schwieriger, als er sonst so dargestellt wird !

Sherpazelt im Basislager 5.700m
Unsere 4 Sherpa sind heute auf Lager II ca. 7.000m gegangen, um Material, Zelte usw. hinauf zu bringen.
Tirtha Tamang hat uns dann über Funk vom Lager II herunter gebeten, dass wir nicht morgen sondern erst am Donnerstag aufbrechen, weil sie mit der Fixseilversicherung nicht fertig werde - da geht es ungefähr um 100m - 150m Fixseil in dem Bereich dort oben.
Da wir selbst wissen, dass wir nicht riskieren können auf 7.800m in so eine "Falle" zu geraten - deshalb beschlossen wir moren Mittwoch nicht aufzubrechen, sondern noch einmal zu warten und auch den Wetterbericht noch einmal abfragen werden.
Wenn wir am Donnerstag losgehen, dann wäre der 24. Mai Gipfeltag, falls alles klappt - hängt aber vom morgigen Wetterbericht ab.
Also diese Chance haben wir jetzt noch - aber wenn das nicht geht, dann müssen wir noch 1 Woche hier im Tichy-Lager 5.700m "aussitzen" (abwarten).
Gegen Ende Mai/Anfang Juni soll sich das Wetter wieder beruhigen - wäre für uns noch eine minimale Chance.
Im Basislager ist das Leben perfekt - es fehlt uns an Nichts - wir sehen nur jeden Tag die Bergsteiger von "Oben" zurück kommen, komplett fertig und sie kommen einfach nicht weiter.
So schaut es aus!!!
Melden uns wieder, wenn es was Neues gibt - seid alle herzlich gegrüßt und haltet uns die Daumen, dass wir endlich unserem Ziel näher kommen!
Andy mit Team
Diesen Worten kann ich mich nur anschließen
Bodenpersonal Sabine
Tichy-Lager, Basislager: Montag, 18. Mai 2009
Expedition Cho Oyu 2009 im Tichy-Lager 5.700m mit Sturmfront
Hallo schon wieder aktuellen Neuigkeiten aus dem Basislager 5.700m von unserem Expeditionsteam!
Wieder über Satellitentelefon bekam ich folgenden Bericht von Andy:
Heute Nacht ist ein Sturmfront hereingezogen und hat alle Expeditionen die schon auf Lager III und Lager II waren - alle die dort oben kämpfen - zum Umkehren bzw. Abbrechen gebracht.
Alle sind wieder retour unterwegs - den Gipfel des Cho Oyu 8.201m hat noch immer niemand bis jetzt erreicht!
Wir haben die Zeit mit Sturm recht gemütlich im Basislager verbracht.
Gisi und Gerhard sitzen auf Lager I 6.400m - wir haben alle 3 - 4 Stunden Funkkontakt miteinander - und können wegen dem Sturm nicht vom Zelt heraus (waren noch nie draussen).
Sie werden versuchen noch 1 Nacht dort zu bleiben und kommen dann morgen zurück ins Basecamp.
Sogar bei uns im Tichy-Lager ist ein Zelt von den Holländern davon geflogen - wahrscheinlich hatten sie es nicht richtig fixiert!
Wir werden heute noch einmal mit Charly - unser Meteorologen Dr. Karl Gabl aus Innsbruck - telefonieren um einen aktuellen Wetterbericht zu bekommen.
Davon hängt es dann ab, wann wir Richtung Gipfel starten, voraussichtlich am Mittwoch.
Wolfgang und Tirtha Tamang wollen heute um 13 Uhr zum Lager I aufbrechen, morgen Lager II, ...
Möge ihnen die Götter gnädig sein - vor allem der Wettergott!
Das war jetzt ein kurzes Update von unserem Expeditionsteam Cho Oyu 2009 und ich melde mich wieder
lg und bitte Daumenhalten nicht vergessen
euer Bodenpersonal Sabine
So würden wir uns den Cho Oyu 8.201m wünschen - aber leider hat er "zwei Gesichter"

Tichy-Lager 5.700m mit Cho Oyu 8.201m im Hintergrund
Tichy-Lager, Basislager: Sonntag, 17. Mai 2009
Expedition Cho Oyu 2009 wieder im Tichy-Lager 5.700m
Hallo auch heute melde ich mich wieder mit aktuellen Neuigkeiten aus dem Basislager 5.700m von unserem Expeditionsteam!
Wieder über Satellitentelefon bekam ich folgenden Bericht von Andy:
Wir sind haben jetzt 2 Nächte im Lager I auf 6.4oom verbracht - die zweite Nacht war besser als die erste, aber natürlich kann man nicht durchschlafen. Es war kein Wind und wunderschön!
Andere Expeditonen waren schon Richtung Lager II unterwegs.
Gestern, Samstag 16. Mai,
in der Früh haben wir zusammengepackt und sind dann um ca. 9 Uhr Zum Basecamp abgestiegen.
Über den Killerhang bin ich mit Hilfe der Rucksacktechnik mit Andi Sch. gut hinunter gekommen.Danach folgt ein langes Auf- und Abgelände hinaus ins Basislager, was sehr anstrengend für mich war, da ich zuwenig zu trinken hatte (nur 2 Liter).
Um ca 13 Uhr sind wir dann im Tichy-Lager angekommen, wo wir von unserem restlichen Team nett empfangen wurden.
Während wir gut gegessen (Kartoffel) und viel getrunken haben, waren dann sofort wieder fit, haben die Sherpa uns ein Duschzelt aufgestellt.
Das ist ein normales viereckiges Zelt, indem man aufrecht stehen kann, mit einem Schaffl voll Wasser und einer Teetasse, mit der man sich Wasser über den Körper schütten kann.
So konnten wir uns einmal "richtig" von oben bis unten waschen.
Das hat uns sehr gut getan und danach in die frische und saubere Ortovox-Wäsche - ein Traum !!!

Im Basislager, Tichy-Lager auf 5.700m
Das Basislager mit seinen 5.700m war für uns am Anfang unserer Expedition eine gewaltige Höhe, aber jetzt nachdem wir von Lager I 6.400m herunter gekommen sind, fühlen wir uns hier wie auf einer Alm.
Unsere Sauerstoffsättigung und auch die anderen Werte bestätigen uns, dass wir wirklich gut akklimatisiert sind.
Nur die verschiedenen Wetterberichte machen uns ein bißchen Sorgen.
Lore hat aus Österreich einen militärischen Wetterbericht bekommen, der sagt momentan gut und ab Mittwoch noch besser.
Den zweiten Bericht haben wir von der spanischen Expedition, der sagt bis Dienstag oder Mittwoch halbwegs und dann schlecht.
Ja aber wir können deswegen jetzt nicht auf den Gipfel losrennen und deshalb werden wir das morgen, Montag 18. Mai, noch einmal genau mit Charly (Karl Gabl) abklären.
Klar ist, dass jetzt ziemlich viel los ist am Berg in den Lagern I, II und III und morgen werden wahrscheinlich die ersten Bergsteiger auf den Gipfel gehen, das sind die spanische, die internationale und die norwegische Expeditionen.
Wir sehen mit dem ernglas sehr gut hinauf bis zum Gipfel und es ist wirklich viel los am Berg.
Aber diese Expeditionen sind alle schon 14 tage länger hier und reisen Ende nächster Woche ab - also für sie die letzte Chance auf Gipfelerfolg!

Cho Oyu vom Basislager aus
Wir sind relaxed und liegen hier in unseren Zelten.
Unser Plan schaut jetzt folgend aus:
Gisi und Gerhard sind heute ins Lager I aufgebrochen und wollen auch 2 Nächte dort verbringen.
Wolfgang und zwei Sherpa werden morgen ins Lager I aufbrechen, Dienstag auf Lager II und dann Lager III,...
Wir, Andi Sch., Thomas und ich (Andy) und wahrscheinlich auch Lore wollen frühestens Dienstag oder Mittwoch auf Lager I, nächsten Tag Lager II, Nächsten Tag Lager III,...
Aber bevor es losgeht melde ich mich sicher noch einmal.
Heute möchte ich noch besondere Grüße an meine Bergkameraden Hansjörg mit Familie, Anda und Mira und dem Hans Bruckner sagen und allen anderen Daumenhaltern.
Thomas, der neben mir allein im Zelt liegt, läßt seine Michi besonders lieb grüßen.
Andi Sch.,
der auch neben mir allein im Zelt liegt, vermißt seine Stefi und liebe Grüße.
Wir sind jetz schon 4 Wochen unterwegs und kommen unserem Ziel, dem Gipfel des Cho Oyu, immer näher.
Noch einmal danke an alle, die uns die Daumen halten und an unseren Erfolg glauben!
Mit diesen Worten und Gedanken verabschiede auch ich mich für heute von meinen treuen Lesern
Namaste und Tashi Delek eure Sabine
Lager I : Freitag, 15. Mai 2009
Expedition Cho Oyu 2009 auf Lager I, 6.400m Nacht verbracht
Hallo auch heute melde ich mich wieder mit aktuellen Neuigkeiten aus dem Lager I 6.400m von unserem Expeditionsteam!
Wieder über Satellitentelefon bekam ich folgenden Bericht von Andy:
Wir haben den Mittwoch, 13.Mai, noch zur Akklimatisierung im Basislager auf 5.700m verbracht.
4 - 5 Expeditionen haben das Basislager, leider ohne Gipfelerfolg, schon wieder verlassen.
Es herrschten eisige Stürme und Schneefall am Berg.
Die Temperaturunterschiede im Zelt sind enorm, in der Nacht haben wir -10 Grad und untertags steigt die Temperatuer im Zelt bis auf +45 Grad!
Der Schneefall
hat jetzt aufgehört.

Karte Aufstieg Cho Oyu
Am Donnerstag, den 14.Mai, sind wir um ca. 9 Uhr vom Basecamp 5.700m, mit sehr schweren Rucksäcken, Richtung Lager I losmaschiert.
Es war für uns alle sehr anstrengend - aber am meisten taten uns die Sherpa leid, denn die sind nur mit Sandalen unterwegs!
Der sogenannte Killerhang war ein Gemisch aus Schnee, Stein und Schotter, aber gut zu gehen.
Die letzten 100 Hm waren schon sehr anstrengend - mann merkt den fehlenden Sauerstoff in dieser Höhe!

Aufstieg über Killerhang
Um ca. 15 Uhr, nach 6 Stunden Aufstieg, sind wir dann im Lager I auf 6.400m angekommen und haben gleich begonnen zu Kochen (wichtig ist Flüssigkeit wie z.B. Tee).
Das Lager I liegt auf einem Felskamm und wir sitzen hier wie die Adler im Horst - es gibt fast keine Bewegungsfreiheit, denn rund ums Zelt geht es gleich überall hinunter.

Lager I auf 6.400m
Wir waren Fünf auf Lager I, Andi Sch., Lore, Thomas, Wolgang und ich(Andy), die die Nacht hier verbracht haben - war mittelmäßig gut, haben trockenen Mund, es herrschen ganz eigenartige Verhältnisse hier oben.
Gisi und Gerhard sind noch im Basecamp geblieben, um sich noch besser zu akklimatisieren.
Heute, 15. Mai, ist ein Traumtag, kein Wind und wir sitzen mit kuzen Ärmeln im Zelt.
Wolfgang ist heute mit den Steigeisen schon Richtung Lager II bis auf ca. 6.65om aufgestiegen - er hat einbißchen Zeitdruck, da er schon um den 25. Mai wieder zurück muß.
weil er bei der Wahl „ World Entrepreneur of The Year “, beginnend am 28. Mai in Monaco als Landessieger 2008 und als Vertreter Österreichs teilnehmen möchte.
Wenn möglich wird er versuchen nächste Woche den Gipfel des Cho Oyu zu erreichen.
Thomas, Andi Sch. und ich wollen noch eine Nacht auf Lager I verbringen, um uns noch besser zu akklimatisieren.
Wir sitzen im Zelt, bewegen uns wenig um keine Energie zu verschwenden und dem Körper zu zeigen, was passiert, wenn er weniger Sauerstoff bekommt und sich daran gewöhnt.
Lore und Wolfgang sind ins Basecamp abgestiegen um Energie zu sparen.
Morgen früh werden dann Andi Sch., Thomas und ich über den Killerhang wieder ins Basislager absteigen und dort dann 2 - 3 Tage Pause machen.
Ich freu mich schon auf meine luftgefüllte Daunenmatte, die mir die Firma Intersport Eybl zur Verfügung gestellt hat, auf der ich wie im "Himmelbett" liege.
Wir werden dann den Wetterbericht noch einmal checken und dann versuchen den "Durchmarsch" Richtung Gipfel - aber wir werden sehen ...
So das war jetzt der Bericht bis heute und ich melde mich in 2 - 3 Tagen wieder und wie immer herzliche Grüsse an alle
So meine Lieben, es schaut also ganz gut aus für unsere Gipfelstürmer, wir können nur hoffen, dass das Wetter auch mitspielt und sie sich weiter nach oben vorarbeiten können.
Für heute verabschiede ich mich von euch, bis bald
Sabine euer Bodenpersonal
Tichy-Lager, Basislager: Dienstag, 12. Mai 2009
Expedition Cho Oyu 2009 Akklimatisierung im Tichy-Lager 5.700m
Hallo auch heute melde ich mich wieder mit aktuellen Neuigkeiten aus dem Basislager 5.700m von unserem Expeditionsteam!
Wieder über Satellitentelefon bekam ich folgenden Bericht von Andy:
Wir sind jetzt schon 2 Tage im Basislager - es hat am Abend und in der Früh immer geschneit.
So mußten wir früh aufstehen und unsere Zelte ausschöpfen.

Auf dem Weg zum Basislager
Gestern, Montag 11. Mai, haben wir die spanische Expedition besucht. Bei den Spaniern im Team ist ein stark Sehbehinderter und zwei Männer, denen eine Hand fehlt. Wir haben zusammen Tee getrunken - ganz nette Burschen!
Heute, Dienstag 12. Mai, sind Thomas und ich ein Runde gegangen und zu einer Expedition gekommen, die aus 10 Nationen besteht.
Der Expeditionsleiter Daniel ist ein Amerikaner und war schom auf einigen 8 000ern unter anderem auch am K2.
Er hat uns die Situation am Berg geschildert:
Der Schneefall ist gut, denn dadurch wird das Blankeis mit Schnee gebunden und auch das Blockgelände hier unten ist leichter zu gehen mit Schnee.
Heute haben wir auch mit Karl Gabl (unser Wettermann) gesprochen.
Er meint, dass die extremen Stürme jetzt beim Abklingen sind und der Schneefall soll auch aufhören. Am Samstag soll es noch einmal viel Wind geben.
Aber nachher soll die Schönwetterperiode kommen!!!
Das heißt für unsere Strategie, Mittwoch noch einmal Ruhetag im Basislager und am Donnerstag Versuch auf Lager I auf 6.400m aufzusteigen.
Unser Basislager liegt laut GPS
auf 5.700m und nicht auf 5.550m wie wir zuerst glaubten.
Von Donnerstag auf Freitag möchten wir dann auf Lager I übernachten.
Am Freitag dann vielleicht ein ...
Das erzähle ich euch das nächste mal - euer Bodenpersonal!
Der Amerikaner hat uns auch gesagt, dass Fixseile in der Route wären - also perfekt für Aufstieg versichert - müssen es und aber erst selbst ansehen, ob es wirklich so ist.
Wir haben selbst 450m Fixseile mit - können also selbst auch alles super absichern.
Am Samstag wollen wir auf jeden Fall wieder zurück Im Basislager sein - von Lager I (Camp I) sind wir in 2 - 3 Stunden wieder herunten.
Am Sonntag dann wieder Pause und Rasttag - überlegen wie wir wirklich für den Gipfel losarbeiten.
Heute haben wir auch schon die ganzen Essensrationen für die Hochlager aufgeteilt, da die Sherpa uns Zeug in die Höhenlager tragen - war viel Arbeit.
Gisi hat unser Team heute auch noch medizinisch geschult und uns die ganze Höhenmedizin genau erklärt - jeder hat sein eigenes Notfallpaket bekommen.
Weiters haben wir unsere Funkgeräte gecheckt - wir haben 6 Stück mit und Dank Brandspot 2 Satellitentelefone dabei.

Im Basislager auf 5.700m
Momentan scheint die Sonne.
Grüßen von uns allen in die Heimat
Auch von mir Grüße an alle und mögen unseren Bergsteigern die Wettergötter gnädig sein
Bodenpersonal Sabine
Tichy-Lager, Basislager: Sonntag, 10. Mai 2009
Expedition Cho Oyu 2009 im Tichy-Lager 5.550m
Hallo auch heute melde ich mich wieder mit aktuellen Neuigkeiten aus dem Basislager 5.550m von unserem Expeditionsteam!
Wieder über Satellitentelefon bekam ich folgenden Bericht von Andy:
Am Samstag, den 9. Mai, sind wir vom Motorcamp 4.800m ca. 10 km taleinwärts ins Mittelcamp 5.250m maschiert.

Der Weg vom Motorcamp ins Mittelcamp
Nach ca. 4 Stunden gemütlicher Wanderung über sandigen Boden erreichten wir das Mittelcamp - ein Dorf, das nur aus 3 Zelten besteht.
Eine tibetanische Familie mit Kindern lud uns in ihr Zelt ein.
Mitten im Zelt stand ein Ofen, der mit getrocknetem Yakmist
geheizt wird, denn auf 5.250m Höhe wächst nicht mehr viel - im ganzen Zelt roch es wie in einer Selche!
Es wurde uns Yakbuttertee angeboten (den aber nicht alle probierten) - es war aber eine ganz nette Geschichte mit dieser Familie.

Tibetische Familie
Als wir dann unsere Zelte aufgestellt hatten, sind wir drauf gekommen, dass es hier kein sauberes Wasser gibt - leider nur verschmutztes - wir haben Angst bekommen, dass wir uns da was einfangen könnten (Krankheit).
Deshalb sahen wir keine Chance noch einen weiteren Tag hier, zur Akklimatisierung, zu bleiben.
So haben wir dort nur übernachtet und sind heute weiter gegangen, denn ohne Wasser können wir dort nicht leben.
Eine große Aktion gab es noch vorgestern vor dem Abmarsch ins Mittelcamp:
Unsere gesamte Expeditionsausrüstung wurde abgewogen (eigenes Gepäck, Küchenzelt, Gasbrenner, Kartoffel, Eier, Mehl,...) - was ein Gesamtgewicht von 1.912kg ergab.
1 Yak trägt normalerweise 40kg und es waren nur 25 Yaks für uns geplant - gebraucht hätten wir aber 47 Yaks, also fast das Doppelte.
Nach ca. 1 1/2 Stunden Verhandlung, was dort ja auch üblich ist, haben wir jetzt das ganze Gepäck auf 29 Yaks verladen - so trägt 1 Yak jetzt fast 60kg, kann man sich fast nicht vorstellen!
Die Yaks haben auch alle Glocken um den Hals, was für eine tolle Stimmung während dem Marsch sorgt.
Wie wir im Mittelcamp angekommen sind, sind auch die Yaks schon mit der Ausrüstung eingetroffen.
Sie haben dann die ganze Nacht das steppenartige Gras gefressen und mit ihren Glocken einen enormen Wirbel gemacht - für uns war es fast unmöglich zu schlafen - eine Stimmung wie bei uns auf der Alm!
Es war eiskalt und geschneit hat es auch einwenig.
Heute früh, 10. Mai, um 9 Uhr war dann Aufbruch und wir sind diese 11km Richtung Basislager losmaschiert.
Über Block- und Moränengelände, teilweise 30m - 40m über Schneefelder, beim alten Basecamp vorbei (liegt auf 1/3 dieser Strecke, viel weiter unten) sind wir dann am Nachmittag um 1/2 3 Uhr, nach 5 1/2 Stunden, im Basislager, dem Tichy-Camp auf 5.550m angekommen.

Auf dem Weg zum Basislager
Da sind wir jetzt.
Die ganzen Vorinformationen, die wir bekamen, davon waren die meisten Falschmeldungen,...
Jetzt genaue Informationen:
Der Cho Oyu ist jetzt doch nicht so ideal zu besteigen - Faktum ist, dass ganz wenig Schnee am Berg ist, viel Blankeis, also technisch ziemlich schwierig zu besteigen.
Kommerzielle Expeditionen sind auch fast keine da, die quasi das Ganze versichern, so ist es jetzt relativ urig am Berg, da alle selbst "werkeln" müssen.
Man kann nicht einfach über eine "vorgefertigte präparierte Strecke" aufsteigen.
Momentan schaut es jetzt gar nicht so einfach aus.
Die am weitesten vorgerückte Truppe ist ein Schweizerteam, die gerade im Lager III sein sollten.
Eine kanadische Gruppe hat heute die Expedition abgebrochen, sie waren schon 12 Tage da und hatten keine Chance über Lager II hinauf zu kommen (eiskalt und Stürme).
Ein spanische Expedition, sie hat einen sehbehinderten Bergsteiger mit, hat noch 14 Tage Zeit für die Besteigung.
Dann sind noch eine norwegische, eine gemischte Expedition und Tschechen im Lager.
Es sind so 50 - 60 Personen hier.
Der Cho Oyu schaut im Moment nicht so einladend aus - wir sehen von hier fast die gesamte Route ein.
Die technischen Schwierigkeiten wegen dem Blankeis betrifft uns eigentlich relativ wenig, denn wir wissen, blaues Eis da kann man mit den Steigeisen hineinsteigen und es gibt keine Rutscherei und keine Lawinen.
Alle, die jetzt schon 14 Tage hier sind, waren zu früh - es war noch niemend bis jetzt am Gipfel!
Uns geht es allen gut auf dieser Höhe, wir haben unsere Zelte bezogen und das 1x unsere Expeditionstonnen geöffnet - es ist alles komplett gut angekommen.
Das Wetter ist momentan überhaupt nicht gut, es schneit wie der Himmel offen.
Das sehen wir aber positiv, denn wir wissen, dass dann das Schönwetterfenster kommen muss, bevor dann der Monsun kommt.
So schaut es bis jetzt aus!
Morgen werden wir uns dann gemütlich hier einleben.
Wir werden auch eine
Pusha veranstalten (buddhistisches Zeremoniell), eine religiöse Feier, dass wir die Geister des Berges auf unserer Seite haben.
Der Mönch in Kathmandu hat uns gesagt, dass der 11. Mai der beste Termin dafür wäre und der zweitbeste der 13. Mai.
Wir haben 4 Sherpas dabei, die bis auf den Gipfel mitgehen können, sie sind stark drauf und auch sehr nett .
Man kann sich gar nicht vorstellen wie genial und harmonisch hier alles abläuft.
Für heute schicke ich und das gesamte Expeditionsteam herzliche Grüße an alle und bleibt uns weiterhin treu (besonders beim Daumenhalten)
Eure Sabine, oder besser bekannt als Bodenpersonal
Motorcamp: Freitag, 08. Mai 2009
Expedition Cho Oyu 2009 im Motorcamp 4.800m
Hallo auch heute melde ich mich wieder mit aktuellen Neuigkeiten aus dem Motorcamp 4.800m von unserem Expeditionsteam!
Über Satellitentelefon mit Andy bekam ich folgenden Bericht:
Am Donnerstag, den 7. Mai, sind wir mit Geländefahrzeugen ca. 40 km von Tingri 4.200m in das Motorcamo auf 4.800m gefahren.
Unsere Expeditionstonnen und Gepäck wurden mit LKW`s transportiert.
Im Camp wurden dann das Küchenzelt, Mannschaftszelt und die kleinen Zelte fürs Team aufgebaut.
Wir haben es uns dann gemütlich gemacht, sind ein bißchen spazieren gegangen - um uns zu akklimatisieren.

Fahrt von Tingri ins Motorcamp
Heute, 8.Mai, haben wir gut gefrühstückt und dann sind wir - Andi, Thomas, Wolfgang und ich (Andy) - Richtung Süden in das Tal zum Basecamp hineingegangen.
Wir sind dann auf ca. 5.100m auf einen kleinen Berg hinauf. Wir waren insgesammt ca. 4 Stunden unterwegs.
Immer wieder wird bei allen der Puls und die Sauerstoffsättigung gemessen - wir sind alle top fit ! Auch die Verdauung macht keinem Probleme.
Jetzt sitzen wir in unseren Zelten und werden ein bißchen lesen.

Motorcamp auf 4.800m
Morgen, 9. Mai, werden wir ins Mittelcamp auf 5.300m maschieren.
Da es ein guter Weg ist, wird es hoffentlich eine gemütliche Sache - ein ca. 4-stündiger Marsch.
Hier im Motorcamp ist ein chinesischer Offizier, eine Art Checkpoint, der alle Bergsteiger überprüft, denn es müssen alle gemeldet sein.
Dieser hat uns erzählt:
Heuer, dadurch dass das Permit bis Mitte März für niemanden sicher war, haben sich viel weniger Expeditionen getraut das Risiko einer Besteigung einzu gehen.
Deshalb sind heuer nur etwa 50 Personen hier und insgesamt sind es nur 10 Expeditionen, davon bestehen die meisten nur aus 2er-, 3er- und 4er-Teams. Es sind nur 1 - 2 größere Expeditionen.
Das ist für uns auch ein Vorteil, wenn der Cho Oyu nicht so überloffen ist.
Im Motorcamp sind wir momentan die einzige Mannschaft - die anderen sind schon voraus und eine kommt noch nach.
Heute haben wir auch auf dem Berg 5.100m, bei unserem Spaziergang, mit dem Fernrohr den oberen Teil des Cho Oyu super eingesehen - konnten erkennen, dass die Verhältnisse am Berg gut sind (nicht zuviel und nicht zu wenig Schnee und wenig Blankeis) - hoffentlich ist und bleibt es so!
Wir sind jetzt ja noch ca. 20 km
vom Basislager entfernt !!!
Die führende Expedition war gestern auf Lager I , d.h. dass wir gar nicht so weit hinter ihnen sind.
Die Winde gehen immer noch nach Süden und wenn sie dann abflauen, haben wir ein paar Tage ohne Wind (das ist Hier immer so) und dann kommt der Monsun.
Genau diese Zeit ohne Wind müssen wir für unsere Gipfelbesteigung ausnutzen.
Für heute werde ich mich wieder von euch verabschieden, aber nicht ohne mich bei all jenen zu bedanken, die via mail und Gästebucheintragungen unseren Bergsteigen Glück wünschen und fest die Daumen halten.
Leute danke - unser Team spürt und weiss das !
Auch mir macht es Spass euch über die Expedition Cho Oyu 2009 berichten zu dürfen
euer Bodenpersonal Sabine
Tingri: Mittwoch, 06. Mai 2009
Expedition Cho Oyu 2009 in Tingri 4.200m
Hallo ich melde mich heute mit ganz aktuellen Neuigkeiten aus Tingri 4.200m von unserem Expeditionsteam!
Über ein Satellitentelefonat mit Andy bekam ich folgende Infos:
Am Sonntag, den 3. Mai, sind wir, das 7-köpfige Expeditionsteam, um 4 Uhr aufgestanden und in 4 Stunden von Monjo nach Lukla gegangen.
Wie schon berichtet, konnten wir auf Grund der Wetterverhältnisse erst um 14 Uhr nach Kathmandu ausfliegen.
Im Hotel angekommen, haben wir zuerst einmal geduscht.Dann haben wir unsere Trekkingbekleidung waschen lassen -hat schon alles sehr "gestunken"!
Wir haben dann 2 Tagein Kathmandu verbracht und gut gegessen.
Die restlichen Trekker sind einen Tag nach uns angekommen und wir haben dann zusammen in der "fire and ice"-Bar einen gemütlichen Abschlußabend verbracht.
Am Dienstag, den 5. Mai, sind wir dann plangemäß um 7 Uhr in der Früh mit einem Bus von Kathmandu Richtung tibetische Grenze gestartet.
Wir waren 13 Personen: Höhensherpas, Fahrer,
Tirtha Tamang und wir sieben Expeditionsteilnehmer.
Die Fahrt Richtung Zangmu 2.300m auf die Grenze war ein "Höllenritt"!
Da in Kathmandu schon wieder eine politische Unruhe herrschte, gab es Streiks auf der Straße und Demos, wie auch Straßensperren - für uns aber kein Problem, eher lustig zu verfolgen.
Nur gab es kein Weiterkommen mit dem Bus, da wir immer wieder 1/2 Stunde gestanden sind.
Nach 4 - 5 Stunden abenteuerlichster Fahrt, kathastophale Straßen, Schotter und teilweise Bäche über die Straße, sind wir dann endlich gegen Mittag an der tibetischen Grenze angekommen.

Grenze zwischen Nepal und Tibet
Die Formalitäten auf der Grenze waren sensationell!!!
Auf der nepalesischen Seite eigentlich ganz normal - Papiere ausgefüllt usw...
Dann mußten wir auf einer Holzbrücke zu Fuß über den Grenzfluß Nepal/China auf die tibetische Seite gehen.
Dort war dann ein Gebäude, wie bei der Flughafenabfertigung, mit Wärmebildkameras und man wird voll durchgecheckt.
Aber plötzlich wußten wir dann überhaupt nicht mehr was Sache ist - wir müßten alle 7 Teilnehmer in eine kleine Kammer gehen und dann kam eine Frau Doktor mit Gummihandschuhen an!
Sie hat dann bei allen am Hals herum die Lympfknoten
abgetastet, in den Mund hineingeschaut und wir mußten "A" sagen, um sicher zu sein, dass wir ja keine Krankheiten aus Nepal mitbringen.
Aber das Beste kommt noch - wir haben dann alle noch einen Fiebermesser in den Mund bekommen - das sah so lustig aus - wie wir da, alle sieben Bergsteiger, in dieser Kammer gesessen sind mit dem Fieberthermometer im Mund.(hoffentlich gibt es davon ein Foto!)
Dann kam noch ein Doktor, mit lauter Warzen im Gesicht, und hat uns mit seinem Stethoskop abgehört, ob wohl in der Lunge nichts fehlt.
Es war ein Wahnsinn, wir sid dort 1 Stunde "untersucht" worden - aber eigentlich war es nur lustig und wir hatten eine Menge Spass!
Dann durften wir endlich wieder aus der Kammer heraus und mußten dann noch durch alle möglichen Abfertigungen - es war wie am Flughafen!
Wir mußten dann in 3 Jeeps mit chinesischen Fahrern einsteigen und die Straßen waren jetzt noch furchtbarer.
Nach 5 Minuten Fahrt war dann schon wieder die erste Straßensperre, wegen einer Baustelle, und haben da schon wieder 2 Stunden gewartet ...
Die Strecke Grenze - Zangmu ist ca 3 km lang, also normale Fahrzeit ca. 10 Minuten, wir haben aber dafür über 3 Stunden gebraucht!
Endlich Ankunft im Hotel in Zangmu, sah wie eine Kaserne aus und auch die Stufen sind nur halb so hoch wie bei uns, man muß sich erst daran gewöhnen.

Chinesischer Grenzort Zangmu
Heute, den 6. Mai, sind wir um 7 Uhr in Zangmu gestrtet, aber laut nepalesischer Zeit war es erst 4.30 Uhr.
Die nepalesische Zeit ist 4 Stunden plus zu unserer Zeit und in ganz China gilt die Pekingzeit, d.h. nochmals ein Plus von 2 1/2 Stunden.
Nach mehreren Straßensperren (Baustellen), die erste dauerte 1 1/2 Stunden, die zweite dauerte 2 Stunden, usw., sind wir jetzt endlich nach 7 1/2 Stunden Fahrt in Tingri auf 4.200m angekommen.

Häuser in Tingri
Eine halbe Stunde vor Tingri sieht man rechts den Cho Oyu und den Everest, ein ganz anderer Anblick jetzt von der Nordseite - ganz gewaltig!
In Tingri angekommen, haben wir richtig chinesisch mit Stäbchen gegessen.
Gesundheitlich geht es uns allen jetzt schon wieder besser - wir hatten alle ein wenig Schnupfen und Husten, was normal ist für dieses Gebiet, wegen des vielen Staubes...
Heute sind wir auch schon über einen Pass mit 5.100m gefahren, sind dort ausgestiegen, haben das erste Mal die Shisha Pangma gesehen und tolle Fotos gemacht.

Pass mit Blick auf Shisha Pangma
Wir sind alle gut drauf - haben viel Spass - und keine Probleme!
Herzliche Grüße in die Heimat !!!
Morgen, den 7.Mai, möchten wir weiter ins Motorcamp 4.800m (so weit wir mit den Autos kommen) und dort werden wir dann wieder 1 - 2 Tage verbringen, um uns noch einmal zu akklimatisiere.
Dann werde wir uns langsam zu Basecamp ...
Nach diesem ausführliche Bericht unsere Expeditionsteilnehmer aus Tibet möchte ich mich wieder von euch verabschieden und melde mich wieder wenn...
euer Bodenpersonal Sabine
Hier noch ein Kartenausschnitt, damit ihr euch besser vorstellen könnt, wo sich unser Team zur Zeit befindet.
Expeditionskarte Cho Oyu 2009
Kathmandu: Montag, 04. Mai 2009
Expedition Cho Oyu 2009 wieder in Kathmandu
Hallo ich melde mich heute mit ganz aktuellen Neuigkeiten aus Kathmandu von unserem Expeditionsteam!
Über eine kurze E-Mail aus Kathmandu bekam ich folgende Infos:
Gestern, Sonntag, um 4 Uhr aufgestanden und nach Lukla gegangen.
Super Morgenstimmung - ab Dämmerung auch schon viele Träger unterwegs.
Waren ca. 4 Stunden unterwegs und wollten mit einer der ersten Maschinen von Lukla rausfliegen.
Aber leider wegen starkem Regen in Kathmandu und dann auch Regen in Lukla war ein Flug nicht möglich.
Mittags dann eine Wetterbesserung und nachmittags war dann unser "abenteuerlicher" Flug nach Kathmandu (aber ohne Probleme!!).
Gestern, Sonntag, dann noch ins Everest Hotel (heisse Dusche) und heute, Montag, nochmals Check und Umsortieren des Expeditionsgepäckes, Grusskartenschreiben usw....
Morgen um 7 Uhr ist dann der Start nach China.
Alles Gute inzwischen und schöne Grüsse aus Nepal euer Expeditionsteam
Das war jetzt das Originalmail aus Kathmandu und bis bald euer Bodenpersonal Sabine

Wolfgang beim Grußkarten schreiben in Kathmandu
Monjo : Samstag, 02. Mai 2009
Expedition Cho Oyu 2009 lezter Tag von Trekkingtour
Heute wieder eine aktuelle Berichterstattung von unserem Team aus Nepal.
Ich habe auch ein paar aktuelle Fotos bekommen und sie passend bei den Reiseberichten hinzugefügt - so könnt ihr auch noch einem ein bißchen zurückblicken auf das Erlebte unserer Bergsteiger.
Gestern ist unser Team von Dingboche 4410 m nach Tengboche 3.860 m maschiert.
Es war für alle ein recht anstrengender Marsch.

Gisi geht mit Andy über eine schmale Brücke
Das buddhistische Kloster von Tengboche ist das wichtigste kulturelle und religiöse Zentrum des Khumbu. Es wurde 1923 erbaut, 1989 durch einen Brand stark zerstört und anschließend wieder aufgebaut. Das Kloster besitzt den größten Tempel, eine sogenannte Gompa.

Kloster von Tenboche mit Ama Dablam
Heute sind wir von Tengboche 3.860m in 3 1/2 bis 4 Stunden wieder nach Namche Bazar 3.440 m zurück.
Hier hatten wir das erste Mal wieder Zugang zu einem Internet und so konnten wir ein paar Bilder von unserer Trekkingtour jetz schicken.
Nach ca. 1 - 1 1/2 Stunden Mittagspause ging es dann weiter nach Monjo 2.860m kurz vor Phakding.
Heute ist unser letzer Abend von der Trekkingtour und es fand die Verabschiedung unserer Träger und dem Küchenstab statt - eine für uns alle ganz bewegende Geschichte - es wurden Lieder vorgesungen und noch einmal ganz toll aufgekocht!
Es war für alle sehr beeindruckend und emotional ...
Morgen früh, das ist dann der letzte Tag von unserem Trekking, um 4 Uhr ist dann für das Expeditionsteam Cho Oyu 2009 Start Richtung Lukla 2.860 m, da wir dann zwische 8.30 Uhr und 9 Uhr den Rückflug nach Kathmandu haben.
In Kathmandu haben wir dann noch Einiges zu organisieren und auch noch die Möglichkeit unsere Wäsche zu waschen - sie wurde doch etwas hergenommen.
Am 5.Mai um 7 Uhr früh geht es dann, aber bis ...
Für heute habe ich euch leider schon wieder alles erzählt und verabschiede mich
bis bald euer Bodenpersonal Sabine
Dingboche : Donnerstag, 30. April 2009
Expedition Cho Oyu 2009 von Dzonglha nach Dingboche 4.410m
Heute wieder eine aktuelle Berichterstattung von unserem Team aus Nepal.
Vom Dorf Thangnak 4.780m sind sie gestern um 6 Uhr früh Richtiung Cho La Pass losmaschiert.
Alle haben sehr gut auf dieser Höhe geschlafen.
Gisi führt für alle Teammitglieder ein Protokoll und misst täglich die Sauerstoffsättigung und den Puls - so kann man genau verfolgen wie dut die Höhenanpassung funktioniert.
Wir sind alle gut drauf!

Tangnang 4.700m
Dies war bis jetzt die härteste Etappe für Andy, denn große Blockgletscher - riesig große Felsklötze und dazwischen Löcher mit Wasser und Eis gefüllt - machten das Gehen sehr mühseelig für ihn.
Doch Andi Sch. hat diesen Abschnitt mit Andy super bewältigt und jedesmal wenn sie gemeinsam ein solches Blockfeld überquerrt hatten, haben alle, die Träger und auch die restliche Truppe applaudiert - wir haben eine super Stimmung im Team.
Wir sind jetzt doch schon 9 Tage, jeden Tag zwischen 5 und 8 Stunden, unterwegs.
Dann auf den Cho La Pass 5.500m hinauf, geht es die letzten 300Hm sehr steil nach oben.
Oben angekommen, haben sie dann Gebetsfahnen aufgehängt.
Um die neuen Leki Stecken mit dem inovativen Griffsystem und vor allem dem geringen Gewicht beneiden die anderen Andy sehr - aber die Stecken sind auch Andy`s Augen beim Wandern.
Sie sind dann auf der anderen Seite vom Pass über einen Gletscher gegangen, wo man schon die Klimaerwärmung mit der Gletscherschmelze sehr gut erkennen konnte.
Es sind große Steine, die aus dem Eis ausgeappert sind, daher gekommen - aber wir waren nicht in Gefahr - es war ein beeindruckendes Naturschauspiel !

Lore und Andy beim Abstieg vom Cho La Pass
Dann weiter war wieder ein Blockgelände und es folgte die Durchquerrung eines großen Baches mit einer Insel in der Mitte - ein tolles Abenteuer!
Da waren Andy und Andi froh über ihre Garmont Schuhe, die für diese Gelände optimal geeignet waren.
Der Weg war dann angenehmer und in
Dzonglha auf ca 4.800m angekommen, haben sie dann übernachtet.
Das Wetter ist fast jeden Tag gleich - in der Früh ist es sternenklar, gegen Mittag zieht es zu und am Abend regnet es dann leicht.
Heute war Lore wieder der "Steuermann" für Andy von Dzonglha 4.800m heraus nach Pangbuche Richtung Haupttal, wo es dann zum Everst Basecamp geht, und weiter nach
Dingboche 4410 m.
Hier sind wir in einer super Lodge mit phantastischer Verpflegung.
Morgen ist geplant ...
Das erzähle ich euch dann auch morgen
Namaste und Tashi Delek
Sabine
Dzonglha : Mittwoch, 29. April 2009
Expedition Cho Oyu 2009 über Chola Pass 5.500m
Leider kann ich euch heute nichts Aktuelles von unseren Trekkern berichten.
Aber geplant war, dass sie heute von
Thangnak 4.780m weiter wandern über den Chola Pass 5.500m nach Dzonglha auf ca 4.800m.

Weg Über den Chola Pass im Schnee
Hier ein Foto vom Chola Pass, wie ihn unsere Bergsteiger vielleicht heute selbst so erlebt haben.
Aber ich melde mich wieder bei euch, wenn ich genauere Infos von unserem Trekkingteam bekommen habe - lasst euch überraschen.
Ich habe euch auch noch ein paar Bilder zur gestrigen Etappe, zur Veranschaulichung welche Erlebnisse unsere Trekker gehabt haben, eingefügt.
(danke Wolfgang Nairz, dass du mir die Fotos zur Verfügung gestellt hast)
Everest vom Gokyo Gipfel
Mit dieser kurzen Info verabschiede ich mich für heute von euch treuen Lesern
euer Bodenpersonal
Thangnak : Dienstag, 28. April 2009
Expedition Cho Oyu 2009 bestieg Gokyo Peak 5.483m
Wieder eine aktuelle Berichterstattung von unseren Trekkern aus Thangnak.
Gestern sind sie von Macherma 4.400m in 3 - 4 Stunden nach Gokyo auf ca. 4.750m maschiert und haben in einer Lodge quartier bezogen.
Andy ist dann mit Andi Sch. noch 100 Hm aufgestiegen (ca. Mt. Blanc Höhe), um dann besser schlafen zu können.
Die Lodge-Siedlung Gokyo ist die einzige größere Ansiedlung im Tal des Ngozumpa-Gletschers, dem größten Eisstrom Nepals, welcher vom Massiv des Cho Oyu (8.188 m) gespeist wird. Sie liegt auf einer Höhe von 4.750 m direkt am dritten der vier Gokyo-Seen.
Am nördlichen Ortsrand erhebt sich der 5.483 m hohe Gokyo Peak (Gokyo Kang).
Eine interessante Detailsache: wir haben 9 nepalesische Träger mit, keine Yaks, und davon, sind am Tag zuvor, 8 Träger sehr hart mit Durchfall getroffen worden - aber Gisi hat sie mit ihrer Medizin wieder gesund bekommen - jetzt sind unsere Träger wieder alle fit.
War interessant, denn von uns hatte noch keiner gröbere Probleme mit der Verdauung.
Heute um 5 Uhr früh ist unser Team dann auf den 5.483m hohen Gokyo Peak gestartet - ein wunderschöner Berg.
Der Cho Oyu steht ständig auf der rechten Seite, wenn man auf den Berg hinauf geht.
Wir haben einen Sonnenaufgang erlebt - der war ein Wahnsinn!!!
Es war stockfinster und am Gipfel des Cho Oyu hat die Sonne angeklopft.

Andi und Andy auf dem Gokyo Ri 5357m
Das war jetzt ihr erster 5.000er in der Vorbereitungsphase.
Sie haben nach ca. 2 Stunden Aufstieg den Gipfel des Gokyo Peak erreicht.
Andy war mit Andi Sch. und Thomas unterwegs.
Andi Sch. hat fest gefilmt und tolle Fotos gemacht - es sind solche Ausblicke, wie man sie sich in
europäischen Gebieten gar nicht vorstellen kann.
Der Aussichtspunkt auf dem Vorgipfel Gokyo Ri in 5.350 m Höhe bietet einen phantastischen Blick auf nicht weniger als vier Achttausender (Mount Everest, der das bild im Osten beherrscht,, Lhotse, Makalu, Cho Oyu, vor dem man direkt steht) und die unzähligen Sechs- und Siebentausender des Khumbu Gebietes, viele unbenannt - einfach ganz gewaltig.

Blick vom Gokyo Gipfel zu Everest, Lhotse, Makalu, Cholatse, Taboche von re nach li
Wir sind 1 Stunde am Gipfel gesessen - es war einfach nur schön!

Blick hinuter zum Gokyosee
Beim Abstieg ist dann der Trekking- und Expeditions-Operator Tirtha Tamang, mit Hilfe der Rucksacktechnik, den ganzen Berg mit Andy hinunter gegangen.
Da er ja auch am Cho Oyu mit dem Team unterwegs sein wird, hat er sich voll dafür interessiert, wie das mit Andy funktioniert und war dann auch sehr begeistert.
Tirtha, wie auch die Küchenmannschaft und die Träger sind alle unheimlich nette Kerle.

Tirtha Tamang mit Andy beim Abstieg vom Gokyo Ri
Um 9 Uhr waren sie dann wieder zurück in Gokyo und haben dann noch ein verlängertes Frühstück bzw. Lunch zu sich genommen, bevor sie dann gegen Mittag wieder weitermaschiert sind.
Sie gingen ein Stück talauswärts wieder Richtung Macherma und sind dann nach Osten abgebogen.
Um dann den gewaltigen Gletscher zu überqueren - riesige Blöcke und dazwischen Wasser, gerade richtig zum Hineinfallen, und dann wieder 50m ganz feiner Sand, wie auf einem Sandstrand.
Dies dauerte ca. 2 1/2 Stunden bis dann das Dorf Thangnak 4.780m erreicht wurde, in dem nur 1 Haus steht.
Morgen wird es eine harte Etappe werden, denn es geht über einen 5.500m hohen Pass - wahrscheinlich mit 4 Stunden Aufstieg und 3 1/2 Stunden Abstieg ohne eingerechneten Pausen - und es erwartet sie das erste mal Schnee !
Aber nachdem ich jetzt ein wenig Spannung für den weiteren Verlauf der Trekkingtour aufgebaut habe, wünsche ich euch und unseren Bergsteigern alles Gute und ...
euer Bodenpersonal

Cho Oyu Südwand vom Gokyo Gipfel
Macherma: Sonntag, 26. April 2009
Expedition Cho Oyu 2009 auf ca. 4.400m in Macherma
Endlich habe ich heute wieder eine aktuelle Berichterstattung von unseren Trekkern aus Macherma auf ca. 4.400m bekommen.
Den Ruhetag am Freitag in Namche Bazar konnte jeder Trekkingteilnehmer für sich selbst gestalten
Andy und Thomas haben einen Ausflug, ca. 400Hm, zum provisorischen Flugplatz von Namche Bazar gemacht und sich "auf die faule Haut" in die Sonne gelegt.
Andy hat mir berichtet, dass er sehr froh über seinen Apple Ipod Nano (sein sprechender mp3-Player) ist, der ihm die Ruhephasen verkürzt. Er hat schon zwei Hörbücher gelesen - ein Dank an unsere Bücherei in Lienz.
Die anderen Trekker wollten das berühmte Everest-View-Hotel besuchen. Von dort hatten sie ein grandioses Panorama, mit Blick auf den charakteristischen Ama Dablam (6865m), Lhotse (8501m), Nuptse (7879m) und den Mount Everest (8848m).
So hat jeder seinen Ruhetag nach seinen Wünschen verbracht.
Am Samstag sind sie dann von Namche Bazar hinaufgegangen nach Khunde ins Hospital, wo dann die Spendencheck-Übergabe erfolgte.
Der Samstag ist dort so wie bei uns der Sonntag - also ein Feiertag - es war kein Betrieb und auch keine Patienten, nur der Chef und so war es ganz nett.
Er hat unserem Team dann auch gleich das Krankenhaus gezeigt, welches nur aus 4 Räumen besteht. Alles war sehr sauber, aber für unsere Leute war es beeindruckend unter welche Umständen dort operiert werden muss - sensationell !
Sie haben sich dort ca. 1 1/2 Stunden aufgehalten und zusammen Tee getrunken.

Spendencheck-Übergabe im Khunde- Hillary-Hospital
Dann gehen sie weiter auf fast 4.000m über eien Pass und kommen dann in Phortse Tenga an.
Diese Etappe war nicht so einfach und besonders für Andy - grosse Stufen und auch körperlich fühlte er sich schwach. Lore und Andi Sch. waren hauptsächlich seine Wegbegleiter.
Am Abend haben sie dann gut gegessen, sich erholt und vor allem gut geschlafen.
Heute am Sonntag war dann alles wie ausgewechselt - alle waren wieder 100% top.
Andy ist mit Thomas und den anderen Trekkern bei wunderschönem Wetter ins Gokyotal hineinmaschiert bei Dole vorbei und auf ca. 4.200m bei eine Lodge haben sie dann Mittagspause gemacht..
Durch dieses wunderschöne Flußtal und zerklüftete Landschaft mit märchenhaften Rhododendrenwäldern und alten Baumbeständen ging es dieses tiefeingeschnittene Tal beständig und schweißtreibend bergauf bis sie nach ca. 4 Stunden dann Macherma in 4.410m Höhe erreichten.
Diese hochgelegene Siedlung bildet den Übergang zur Hochgebirgslandschaft und ist für heute ihr Übernachtungsplatz.
Heute haben sie auch den Cho Oyu gesehen, aber von der Südseite, unser Expeditionsteam wird ihn dann ja von Nordwesten besteigen.

Macherma Thommi auf 4.470m
Die Trekkingtour ist die optimale Vorbereitung - nicht all zu anstrengend, gutes Essen und wir verstehen uns alle sehr gut!
Es ist hier wie bei uns im Hochsommer auf einem 3.000er.
Morgen geht es dann weiter nach Gokyo auf ca. 4.800m.
Melden uns dann wieder und an alle herzliche Grüsse aus Nepal eure Trekker.
Bis zum nächsten Mal euer Bodenpersonal

Nepalesisches Kind
Phortse Thenga: Samstag, 25. April 2009
Expedition Cho Oyu 2009 von Namche Bazar nach Phortse Thenga
Leider habe ich auch heute nichts von unseren Trekkern gehört.
Aber geplant war, dass sie heute von
Namche Bazar weiter wandern nach Phortse Thenga auf ca 3.650m.
Unterwegs werden sie eine symbolische Checkübergabe von der Spendenaktion an Dr. Kami Temba Sherpa im Khunde Hospital machen.
Der Verein Sehen ohne Grenzen plant demnächst wieder ein Eye Camp im höchstgelegenen Spital der Erde durchzuführen.
Unter anderem wollen sie auch eine verbesserte augenärztliche Versorgung der Schulkinder von Khumjung und Khunde mit dem Ankauf von Präzisionsmeßgeräten starten.
Für heute verabschiede ich mich von euch mit einem
Namaste und Tashi Delek
eure Sabine
Namche Bazar: Freitag, 24. April 2009
Expedition Cho Oyu 2009 Ruhetag in Namche Bazar
Der geplante Ruhetag in Namche Bazar dient unserem Team zur besseren Akklimatisierung für die weitere Trekkingtour.
Man muss bedenken, dass sie sich zur Zeit schon in einer Höhe von fast 3.500 m bewegen und die Luft schon dünner wird.
Da ich heute nichts von unseren Bergsteigern gehört habe, möchte ich euch ein paar Bilder zeigen von der beeindruckenden Bergwelt auf dem Weg nach Namche Bazar.
So können auch wir ein wenig die Faszination der Berge miterleben.

Auf der Trekkingtour nach Namche Bazar
Ama Dablam
Die Ama Dablam (Sanskrit: „Mutter und ihre Halskette“) ist ein 6856 Meter hoher Berg in der Khumbu-Region des Himalaya. Der Berg wird auch als „Matterhorn Nepals“ bezeichnet und gilt als einer der schönsten Berge der Erde. Die Besteigung ist technisch relativ anspruchsvoll.
Bei diesen Bildern erkennt man die Mächtigkeit dieser beieindruckenden Bergwelt des Himalayas - und versteht die Faszination. die sie bei den Menschen, egal ob Bergsteiger oder nur Betrachter, hervorruft.
Ein bisschen was zum Träumen für uns "Daheimgebliebenen" und fleissigen Lesern
euer Bodenpersonal Sabine
Namche Bazar: Donnerstag, 23. April 2009
Expedition Cho Oyu 2009 meldet sich aus Namche Bazar
Heute konnte ich via Satellitentelefon mit Andy sprechen und er gab mir einen kurzen Bericht über die Geschehnisse der letzten Tage.
"Montag in der Früh Ankunft in Kathmandu.
Die Gruppe besteht aus 14 Personen, 7 Trekker und 7 Expeditionsteilnehmer, ein super Team!
Unser Trekking- und Expeditions-Operator Tirtha Tamang, 44 Jahre, aus Solo Khumbu, erzählte uns Spannendes aus seinem Bergsteigerleben: *Er startete als Träger und Hilfskoch für verschiedene. Expeditionen, mehrmals für R. Messner und Hans Kammerlander (1982 Kangchendzönga, 1985 Annapurna & Dhaulagiri, 1986 Lhotse) sowie für 3 Mt.-Everest-Expeditionen.
Seine eigenen Achttausender-Gipfel waren: 6x ChoOyu, 2x Shisha Pangma, 1x Makalu, 1x Manaslu, 1x Gasherbrum II.
Dienstag war leider Flug nach Lukla wegen Nebel und Regen nicht möglich, so machten wir in Kathmandu einen Altstadtbummel und besuchten die legondäre Bergsteigerbar "Fire and Ice".
Mittwoch klappte es dann mit unserem Flug nach Lukla. Dieser dauerte ca. 30 Minuten, wir hatten starke Turbulenzen - ein Erlebnis für sich!
In Lukla sind die Straßen 1 1/2 m breite Steige auf denen sich Yaks, Kinder, Händler mit Nähmaschinen, die dir gleich deine Schuhe flicken und Mönche tummeln.
Man sieht auch den grossen Kontrast zwischen arm und reich.
Von Lukla gingen wir dann gleich ca. 3 Stunden weiter nach Phakding.Es ist uns allen dabei sehr gut gegangen.
Heute Donnerstag ging es dann von Phakding weiter nach Namche Bazar.
Namche Bazar ist ein Dorf in der Khumbu-Region in Nepal. Es liegt in einem kesselförmigen Einschnitt oberhalb des Bhote Kosi auf 3.440 m. Vom Talgrund aus erreicht man Namche, nachdem der Dudh Kosi überquert ist und ein etwa zweistündiger Aufstieg bewältigt ist.
Der Ort liegt an einer für die Khumbu-Region wichtigen Wegekreuzung, wo sich der Weg entlang des Bhote Kosi über Thame zum Nangpa La und der Weg, der weiter ins Tal des Dudh Kosi und letztendlich zum Mt. Everest hinaufführt, verzweigen. Beinahe jeder, der in der Khumbu-Region wandert, besucht Namche Bazar, das gewissermaßen das Eingangstor zum Hoch-Himalaya darstellt. Im Dorf gibt es viele Läden und Unterkünfte. Es gibt fast alles zu kaufen, was zum Trekking benötigt wird.
Für Andy war der Weg sehr mühsam, da es sehr steinig (grosse Blöcke), über Bäche und breite Schluchten mit unzähligen, teilweise sehr langen Nepalbrücken ging.
Ganz plötzlich steht man dann vor den ersten Häusern von Namche Bazar (3440 Meter), dem Wirtschaftszentrum des Tales. Der Ort liegt geschützt in einem Kessel eingebettet. Wie in einem Amphitheater ziehen sich die Gebäude terrassenförmig den Hang hoch.
Die Bevölkerung klopft den ganzen Tag Steine und Baut Mauern zur Verschönerung der Stadt - total beeindruckend.

Hängebrücke auf dem Weg nach Namche Bazar
Freitag machen wir einen Ruhetag, denn die Höhenanpassung muss einfach passen!

Namche Bazar
Heute wurde schon die Sauerstoffsättigung von allen Teilnehmern gemessen - schaut für alle gut aus, es geht allen super.
Besonders toll ist, dass alle Teilnehmer sich abwechseln und mit mir, Andy, gehen.
Gisi und Lore waren gestern meine Führerinnen.
Heute ist Wolfgang das schwierige Gelände mit mir gegangen und auch Andi Sch. war teilweise mein Wegbegleiter - so leistet ein jeder seinen Beitrag im Team, es macht einfach Spass mit solchen Menschen unterwegs zu sein!
Am Samstag geht es dann weiter nach Phortse Thenga.
Auf dem Weg dorthin werden wir im Krankenhaus den Check übergeben.
Alles ist perfekt, wir sind alle happy, das Essen ist super,... - alles ein Wahnsinn!
Schene Griass von der ganzen Mannschaft "
Das waren jetzt die Ereignisse und persönlichen Eindrücke unserer Bergsteiger direkt aus Nepal.
Auch zwei aktuelle Fotos von der Trekkingtour habe ich für euch.
Mit diesem ausführlichen Bericht möchte ich mich für heute bei euch verabschieden
und melde mich so bald wie möglich wieder
Bodenpersonal Sabine
Gebetsmühle

Unser Team in Lukla
? Lukla: Mitwoch, 22. April 2009
Expedition Cho Oyu 2009 hoffentlich in Lukla gelandet
Leider habe ich heute keine aktuellen Neuigkeiten von unserem Expeditionsteam bekommen, aber vielleicht klappt es ja morgen wieder.
Trotzdem möchte ich euch ein paar Informationen über den weiteren Verlauf der Expedition übermitteln.
Ich hoffe, dass ihnen die Wettergötter gnädig waren und sie heute von Kathmandu (1.300m) nach Lukla fliegen konnten, denn von dort aus startet sie ihre Trekkingtour, welche zugleich zur Akklimatisierung für die Besteigung des Cho Oyu dient.
Zur besseren Veranschaulichung was unsere Bergsteiger die nächste Zeit erwartet, habe ich hier eine Skizze von der gesamten Trekkingtour für euch.
Natürlich werde ich über die einzelnen Etappen jeweils genauer berichten.
Karte von Trekkingtour
Wenn der Flug nach Lukla heute geklappt hat, hat unser Team dann seine Trekkingtour gestartet.
Lukla ist ein Ort in der Khumbu-Region in Nepal, auf einer Höhe von 2.860 m über dem Meeresspiegel oberhalb des Flusstals des Dudh Kosi gelegen. Der Name des Ortes leitet sich von einem ehemaligen Schafgehege her, an dessen Stelle sich heute der Tenzing Hillary Airport befindet.
Der Flughafen ist als einer der gefährlichsten Flugplätze der Welt bekannt. Die Landebahn ist sehr kurz, geht bergauf und ist am einen Ende durch eine Schlucht, am anderen durch eine Bergwand begrenzt. Daher sind Start und Landung mit einem sehr hohen Risiko verbunden.
Lukla ist neben einigen wenig begangenen Pässen im Hochgebirge der einzige Zugang zur Khumbu-Region und zum Sagarmatha-Nationalpark.

Flughafen von Lukla
Heute wäre dann geplant gewesen von Lukla nach Phakding zu gehen.
Von Lukla nach Phakding geht es für den ersten Tag zunächst einmal gemütlich los. Phakding liegt auf einer geringeren Höhe als Lukla, so dass man sich langsam der ungewohnten Höhe anpassen kann.
Durch Rhododendron- und Magnolienwälder gelangt man in ca. 3 Stunden nach Phakding (2600 Meter). Man wandert vorbei an vielen kleineren Ortschaften und Lodges, wo man auch Kontakt zur einheimischen Bevölkerung bekommt.
Ich wollte euch eine kleine Vorschau auf die bevorstehende Trekkingtour unseres Expeditionsteams "climb high - climb blind, Team Andy Holzer" geben und hoffe, dass ich morgen wieder aktuelle Informationen über den Verlauf liefern kann.
Mit guten Wünschen für euch und unser Team in Nepal
euer Bodenpersonal Sabine
Kathmandu: Dienstag, 21. April 2009
Expedition Cho Oyu 2009 in Kathmandu
Hallo ich melde mich heute mit ganz aktuellen Neuigkeiten aus Kathmandu von unserem Expeditionsteam!
Über eine kurze E-Mail aus Kathmandu bekam ich folgende Infos:
Die Anreise erfolgte problemlos und planmäßig.
Gestern (Montag) hatten sie gleich noch eine Puja - das ist eine buddhistische Zeremonie, damit ihnen die dortigen Götter wohl gesonnen sind - in Kathmandu bei einer grossen Stupa.
Grosse Stupa in Kathmandu
Heute war der Flug nach Lukla nicht möglich wegen Wolken. Morgen wird erneut versucht dorthin zu fliegen.
So wird unser Team heute Nachmittag einen Altstadtbummel in Kathmandu machen. Sicher werden sie auch einen "kleinen" Abstecher ins bekannte "Fire and Ice" (einer Bergsteigerbar) machen.
"Die Gruppe ist sehr homogen, haben viel Spass und der Schmäh rennt !"

Nepalesische Kinder
Für heute gönnen wir unseren Bergsteigern den Altstadtbummel durch Kathmandu und hoffen, dass sie dann morgen nach Lukla weiterfliegen können.
So wie es aussieht, können wir schon jetzt anfangen "Daumendrücken" üben!
Bei aktuellen Neuigkeiten aus dem Sherpaland werde ich mich sofort wieder bei euch melden.
liebe Grüsse euer Bodenpersonal
P.S.: Hier habe ich noch ein Foto vor der Abreise von den "3 Tirolern mit den Daheimgebliebenen"

Stefi und Andi, Sabine und Andy, Thomas und Michi
Andy, Andi und Thomas mit ihrem Gebäck vor dem Abflug in Wien
Tristach: Sonntag, 19. April 2009
Expedition Cho Oyu 2009 auf dem Weg nach Kathmandu
Hallo meine Lieben,
nun ist es wieder so weit - das "Bodenpersonal" tritt in Aktion!
Den treuen Lesern unserer Expeditionstagebüchern bin ich ja hoffentlich noch bekannt und für jene neu dazu gekommenen, werde ich mich kurz vorstellen:
ich bin Sabine, die Frau von Andy Holzer, und werde versuchen euch die nächsten 50 Tage über alle Neuigkeiten und Ereignisse der
Expedition Cho Oyu 2009 zu informieren und auch über ein paar Hintergrundinformationen berichten.
Ich freue mich auch über Fragen und wenn es mir möglich ist, werde ich sie euch auch beantworten.
Aber das Wichtigsten für unser Team, sind eure guten Wünsche,Gedanken und vor allem das "Daumenhalten"!
Meine Informationen, die ich dann wieder an euch weitergebe, bekomme ich via Satellitentelefon von Andy, dass uns Thomas Schoerkhuber von der Firma Brandspot, zur Verfügung gestellt hat - nochmals vielen Dank dafür !
So wird es mir möglich sein, über ganz aktuelle Ereignisse während der Expedition zu berichten.
Heute um 11.50 Uhr ist unser Expeditionsteam am Flughafen in Wien gestartet.
Nach einer Zwischenlandung in Dohar geht es dann weiter nach Kathmandu, wo sie dann am Montag, 20.April, um 08.10 Uhr ankommen werden.
Ich hoffe, dass ich dann schon erste Informationen aus Kathmandu bekomme.
Für heute wünsche ich unserem Team einen guten Flug und euch eine gute Nacht
Bodenpersonal Sabine
Noch ein aktuelles Foto von unserem Expeditionsteam vor dem Abflug in Wien
Team Cho Oyu 2009:Wolfgang, Thomas, Gisi,Gerhard,Andi Sch., Lore und Andy H.
Tristach: Samstag, 18. April 2009
Expedition Cho Oyu 2009 startet
Hallo liebe Freunde und Bergverwandte,
Gut 60 kg Ausrüstung und Verpflegung pro Expeditionsteilnehmer haben wir bereits nach Nepal verschickt.
Die Packerei war wie immer für mich eine schöne Schinderei und ich bin froh, dass ich nun endlich bereit für den Aufbruch bin.
Mir bleibt nur noch ganz lieben Dank zu sagen, für all die guten Wünsche und Gedanken, die mir in den letzten Tagen für mein großes Vorhaben entgegen gebracht wurden.
Sabine fährt mich morgen um 3 Uhr in der Früh nach Radstadt, von wo aus ich mit Andi Scharnagl und Thomas Nothdurfter weiter nach Wien, zum Flughafen fahre, um dort das restliche Team zu treffen und den Flug in das Land der Sherpa anzutreten.
Ganz besonders wichtig ist mir, dem Andreas, dem Hansjörg, dem Michael und dem Peter, die den ganzen Winter über mit mir auf Trainingstouren unterwegs gewesen waren, aus tiefstem Herzen zu danken.
Ohne so eine Vorbereitung wäre ich nicht im Stande, so eine Herausforderung überhaupt zu versuchen.
Meiner lieben Frau Sabine, der ich nun für 7 Wochen meine Tastatour übergebe, kann ich nur DANKE sagen, dass sie mir bei der Erfüllung meiner Träume so großartig zur Seite steht und mich leben lässt, wie ich gerne lebe.
Ich versuche mich von Zeit zu Zeit über Satellitentelefon bei Sabine zu melden, um ihr den aktuellen Stand unseres Vorankommens zu berichten.
Diese News mit einigen Fotos, die von einer früheren Expedition zum Cho Oyu stammen und einfach zur besseren Erklärung dienen sollen, wird mein Bodenpersonal, wie Sabine in Fachkreisen schon liebevoll genannt wird, in diesem Expeditionstagebuch veröffentlichen.
Wenn es uns möglich ist, werden wir natürlich auch aktuelle Bilder aus dem Himalaya senden.
Liebe Grüße und ich bin mir sicher, dass ihr manchmal einen schönen Gedanken für unser Team übrig habt.
Andy Holzer
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