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Cho Oyu '09 VORBEREITUNG
17. April 2009 Der Countdown läuft!
In wenigen Stunden ist es soweit und unser großes Abenteuer kann beginnen. Sonntag, um 11.50 Uhr heben wir Richtung Kathmandu ab. Die Vorbereitungen waren zum Teil ziemlich nervig. So ist es zum Beispiel erst seit einer Woche fix, dass wir unser Permit für die Besteigung des Cho Oyu auch tatsächlich erhalten. Die Chinesen hatten Tibet im März für Touristen gesperrt und erst am 5. April wieder geöffnet. Unser 498 kg schweres Gepäck ist am Freitag von Wien abtransportiert worden und wird am Sonntag, dem 20. April, in Nepal ankommen. Nach zwei Tagen Aufenthalt in Kathmandu, an denen bürokratische Angelegenheiten und Besorgungen zu erledigen sind, fliegen wir nach Lukla, und starten von dort unsere Trekkingtour Richtung Gokyotal.
Liebe Bergfreunde und Interessierte, danke für Euer bisheriges Interesse! Wir werden Euch weiter auf dem Laufenden halten und geben die Berichterstattung ab jetzt an unser liebes Bodenpersonal Sabine Holzer ab, die Euch wie immer perfekt betreuen wird.
1. April 2009 Bürgermeister Häupl verabschiedet die Expedition
Im „Roten Salon“ des Wiener Rathauses, wo normalerweise nur Empfänge für ganz besondere VIP’s aus Politik, Wirtschaft und Kultur stattfinden, hat der Wiener Bürgermeister Dr. Michael Häupl am 1. April die Cho Oyu-Expedition verabschiedet. Als Schirmherr der Expedition nahm sich der Wiener Bürgermeister viel Zeit für die fünf anwesenden Teammitglieder und zollte uns allen, vor allem aber Andy Holzer, großen Respekt. Der Bürgermeister wünschte der gesamten Expedition viel Erfolg, das Wichtigste für ihn sei aber, dass alle wieder gut nach Hause kommen, sagte Häupl.

Bürgermeister Dr. Häupl und unser Teammitglied Wolfgang Kristinus im Roten Salon
29. März 2009 Packtag: 460 Kilo sind reisefertig
Am 29. März haben wir uns zum großen Packtag in Leopoldsdorf bei Wien – einem Außenlager von Wolfgangs Firma Baustoff&Metall – getroffen. Unser Expeditionsgepäck wurde in Tonnen verstaut, beschriftet und Packlisten wurden angefertigt. Jeder Expeditionsteilnehmer hat eine große und eine kleine Tonne mit persönlichem Gepäck zur Verfügung – insgesamt etwa 40 kg. Zur Erklärung für Expeditions-Unkundige: die Tonnen mit einem Fassungsvermögen von 60 l bzw 120 l sind in Lagerhäusern erhältlich und dienen normalerweise den Weinbauern zum Einmaischen. Außerdem haben wir sieben Tonnen für unsere Verpflegung in den Hochlagern
und noch sogenannte „Equipment-Tonnen“ mit Bergausrüstung wie Seile, Steigeisen, Pickel,... Insgesamt kamen also 24 Tonnen mit rund 460 Kilogramm zusammen. Am 14. April wird dieses Gepäck per Luftfracht nach Kathmandu überstellt.

Lore beim Bekleben der Expeditionstonnen mit Sponsorenaufklebern
19. März 2009
In einem Monat startet unsere Expedition und die Vorbereitungen laufen bei allen auf Hochtouren. Was Hochtouren betrifft, ist das bei Andy und Andi buchstäblich wörtlich zu nehmen, sie machten letztes Wochenende gemeinsam die Kare in den Lienzer Dolomiten mit ihren Tourenschiern unsicher. Weiter im Osten hat es leider ganz anders ausgeschaut. Sturm und Regen wechselten einander ab und das hat unsere Krankenschwester Gisi genutzt, um alles für die medizinische Versorgung vorzubereiten. Dank unserer Sponsoren sind alle notwendigen Medikamente vorhanden und Gerhard hat sich von den Naturfreunden einen „Drucksack“, auch „certec bag“ genannt, ausgeliehen.
Auch Thommi, unser Konditionswunder, hat sich in seiner heimatlichen Gegend rund um Kramsach entsprechend vorbereitet und seine bereits vorhandenen Topwerte noch weiter in die Höhe geschraubt. Lore versucht, die organisatorischen und logistischen Probleme in den Griff zu bekommen, rennt zwischendurch mit den Tourenschiern die nächste Piste hinauf – weil´s auf der Rax derzeit zu lawinengefährlich ist – oder sitzt am Hometrainer. Und was macht unser „Businessman“ Wolfgang? Er lässt uns aus Shanghai grüßen, wo er derzeit im 77 Stockwerk eines Skyscraper’s logiert und klagt über (zuviel) Arbeit. Wir haben ihm daher empfohlen, in den nächsten Tagen den Lift unbenutzt zu lassen. Spaß beiseite, natürlich ist auch Wolfgang top in Form und freut sich so wir wie alle auf unser großes Abenteuer.
Am 29. März ist unser gemeinsamer „Packtag“, an dem wir unser Expeditionsgepäck für die Spedition abholbereit machen müssen. Dann gibt es die nächsten Informationen von uns, die wir Euch nun regelmäßig mindestens einmal pro Wochen zukommen lassen wollen. Natürlich auch wieder mit Fotos. Apropos Fotos: Unser liebes „Bodenpersonal“ Sabine wird ja nach unseren Anrufen vom Basislager jeweils „live“ über unsere Erlebnisse berichten. Das funktioniert heute schon ganz einfach über ein Sattelitentelefon. Auch Bilder von der Trekkingtour und vom Aufstieg werden ins Web gestellt. Allerdings ohne, dass wir einen Laptop zur Verfügung haben. Wie das funktioniert? Des Rätsels Lösung ist ganz einfach: Lore war vor ein paar Jahren schon am Cho Oyu bis auf einer Höhe von 7.400 m und hat die Fotos von der damaligen Expedition zur Verfügung gestellt. Damit Ihr Euch besser vorstellen könnt, wie es dort ausschaut und was uns erwartet...

Gisi beim Sortieren der Medikamente

Andy Holzer beim Aufstieg ins Scharten-Schartl (Lienzer Dolomiten)
10. und 11. Januar 2009
Treffen aller Expeditionsteilnehmer im Lungau. Neben gemeinsamen Skitouren bei schönstem Wetter besprachen wir noch einige Details bzgl. des Packtages im März, der Hochlagerverpflegung bzw. unserer Website und Grußkarten. Die medizinische Vorsorge und Versorgung am Berg, Abklärung und Abstimmung technischer Ausrüstungsgegenstände, wie Satellitentelefon, Solarpanelle und Kameras wurden ebenfalls gemeinsam diskutiert und organisiert.


Andi Scharnagl und Andy Holzer am Gipfel des Schwarzeck
10. bis 12. Oktober 2008
Am Wochenende zwischen 10. und 12. Oktober war es endlich soweit: Erstmals sollten wir einander alle persönlich kennenlernen. Wolfgang Kristinus hatte uns in sein Landhaus ins Lachtal eingeladen und voller Vorfreude reisten wir aus allen Himmelsrichtungen an.
Noch am gleichen Abend stand für uns fest: An Teamgeist und an Kameradschaft wird es bei dieser Expedition nicht fehlen.
Nach einer traumhaften Bergtour auf das Hohe Schießeck ging's am nächsten Tag ans Eingemachte: Fragen über Ausrüstung, medizinische Versorgung, Gepäckstransport, Akklimatisation, Sponsoring, Dokumentation und vieles mehr mussten angesprochen und aufgearbeitet werden. Ein Stück harter Arbeit, die uns durch Ragi, der Gastgeberin kulinarisch versüßt wurde. Das nächste gemeinsame Treffen ist für Jänner 2009 angesagt.

Die Gipfelstürmer unterwegs im Lachtal
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